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| Podcast: | phatBrotkasten Inc. |
| Veröffentlicht: | vor 6 Jahren, am 12.07.2006 um 12:09 |
| Dateigröße: | 1.24 MB |
| Download: | Datei herunterladen |
| Beschreibung: | Podcast faded aus. Pressemitteilung Bonn, 12. Juli 2006 Das multimedia broadcasting Projekt phatBrotkasten Inc. wird bis zur 500. Ausgabe auf Sendung bleiben. Im Anschluss werden alle Channels (Podcast, Videocast und Photocast) nicht mehr aktualisiert. Daniel Becker, Chefredakteur und Gründer der on-demand Sendestation sieht in den fallenden Consumer-Zahlen und dem Einbruch der Spendenzahlungen einen eindeutigen Beweis für ein Unterhaltungskonzept, was nicht mehr zu greifen vermag und nachhaltiger Vermüllung des Geistes durch Konkurrenzprodukte nichts zu entgegnen hat. Die Nominierung verschiedener Feed-Verteiler zum Grimme Award sieht Daniel Becker als weiteren Beweis für massive Vitamin-B-Sodomie im Journalismus. Die Mechanismen der Offline-Welt obsiegen - gleich welcher neuer medialer Ansatz besungen wird. Neo-Intellektuelle Projekte wie phatBrotkasten Inc. leisteten im Spektrum des on-demand broadcastings wertvolle Pionierarbeit, die systematisch nachgeahmt wurde. Ein bekanntes Berliner Projekt versuchte, die akustischen Inhalte non chalant in bewegte Bilder zu portieren. Journalistische Spitzfindigkeit, Lügen, Sex und Suchtpropaganda liessen die Konsumentenzahlen in die Höhe schiessen und bescherten den Plagiatoren Medienpräsenz und hohe Verkaufserlöse. Durch Kind-Frau-Podcasts wie zum Beispiel das Projekt Schlaflos in München wurde dem deutschen Podcasting in punkto Glaubwürdigkeit ein schwerer Schlag versetzt. Höhepunkte von Beckers Arbeit waren ein special feature auf arte-TV, die Dokumentation eines Konzerts der Bläck Fööss, ein Gespräch mit dem Schriftsteller Rüdiger Safranski und die Nominierung zum 1. Deutschen Podcast Award. Daniel Becker wird sich aber nicht gänzlich aus der Podcast-Szene zurückziehen. In den Fokus seiner Arbeit werden nun internationale Arbeitsgruppen rücken, da sich laut Meinung des Multimediakünstlers die deutsche Platform durch viele der umjubelten Sender im Bereich private podcasting sehr bald zu Gunsten der kommerziellen Angebote selbst zerstören wird. Becker bedauert diese Entwicklung, unterstreicht jedoch die Notwendigkeit seines Entschlusses, um nicht tiefer in ein Netzwerk von gelangweilten Narzissten verwoben zu werden. |
