| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 6 Jahren, am 14.07.2006 um 09:19 |
| Dateigröße: | 4.29 MB |
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| Beschreibung: | Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag. BEIRUT: Israels Armee hat in der Nacht zum Freitag erneut zahlreiche Ziele im Libanon angegriffen. Bombardiert wurden unter anderem südliche Vororte der Hauptstadt Beirut, wo sich das Hauptquartier der schiitischen Hisbollah-Miliz befindet. Auch Treibstofflager und ein Elektrizitätswerk wurden in Brand geschossen. Laut Polizei starben drei Menschen, etwa 55 erlitten Verletzungen. Damit wurden im Libanon seit Beginn der israelischen Militäraktion mindestens 50 Zivilisten getötet. Israel reagiert mit der Offensive auf den Terror der Hisbollah-Miliz. Diese attackierte Israel erneut mit Raketen. Nach Auskunft der Armee schlugen seit Mittwoch 150 Raketen im Norden Israels ein. - Die israelischen Einheiten zogen sich unterdessen aus der Mitte des Gazastreifens zurück. Der Vormarsch dorthin war Teil einer Offensive, mit der ein entführter Soldat befreit werden soll. TEHERAN: Angesichts der Offensive gegen den Libanon hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad Israel vor einem Angriff auf Syrien gewarnt. Dies würde als eine Attacke gegen die gesamte islamische Welt betrachtet, sagte Ahmadinedschad nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens. Israel müsse in diesem Fall mit einer 'scharfen Reaktion' rechnen. Für die jüngste Eskalation machte Ahmadinedschad allein Israel verantwortlich. Er äußerte sich in einem Telefonat mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Israel wirft dem Iran wie auch Syrien vor, die Hisbollah-Milizen im Libanon zu unterstützen. NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat Details aus dem Angebot an den Iran veröffentlicht, mit dem die internationale Gemeinschaft die Regierung in Teheran bewegen will, ihre Urananreicherung zu stoppen. Demnach wird Unterstützung beim Bau eines Leichtwasserreaktors und eine Versorgung mit Uran-Brennstäben aus Russland in Aussicht gestellt. Ferner könnte die Handelsbeschränkung für Flugzeuge und Flugzeugteile von Boeing und Airbus fallen. Außerdem wollen die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland die Aufnahme des Iran in die Welthandelsorganisation unterstützen. Die Führung in Teheran hat auf das Angebot bislang nicht konkret reagiert. Der Fall liegt deshalb erneut beim UN-Sicherheitsrat.
STRALSUND: US-Präsident George W. Bush hat seinen Deutschland-Besuch beendet und ist nun zum G8-Gipfel nach St.Petersburg abgeflogen. Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten in Stralsund eine verstärkte Abstimmung bei globalen Krisen vereinbart. Sie unterstrichen zudem die enge Verbundenheit zwischen den USA und Deutschland. Beide Politiker äußerten sich besorgt über die Eskalation im Nahen Osten. Den Iran forderten sie auf, das Angebot der internationalen Staatengemeinschaft im Atomstreit rasch zu beantworten. BERLIN: Mehr als 80 Vertreter des öffentlichen Lebens kommen an diesem Freitag in Berlin zum ersten Integrationsgipfel zusammen, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel geladen hat. Dabei soll ein Konzept erarbeitet werden, wie Sprachkenntnisse und Berufschancen der in Deutschland lebenden Zuwanderer verbessert werden können. Der Gipfel soll Auftakt für weitere Beratungen sein, die innerhalb eines Jahres in einen nationalen Integrationsplan münden sollen. - Die Teilnehmerliste des Gipfels war bei einigen muslimischen Verbänden auf Kritik gestoßen, weil sie nicht eingeladen worden waren. BERLIN: Angesichts des Lehrstellenmangels treffen sich an diesem Freitag in Berlin die Partner des Ausbildungspakts zwischen Politik und Wirtschaft. Arbeitsminister Franz Müntefering und Wirtschaftsminister Michael Glos wollen die Verbände anspornen, mehr Auszubildende einzustellen. In dem Pakt hat sich die Wirtschaft verpflichtet, jährlich 30.000 neue Ausbildungsplätze anzubieten. Glos plädierte in der 'Bild-Zeitung' dafür, die Lehrlingsgehälter zu Gunsten von mehr Ausbildungsplätzen einzufrieren. Für kleinere Betriebe seien die hohen Vergütungen ein echtes Problem, sagte er. DEN HAAG: Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien hat ein neues Verfahren wegen der Massaker von Srebrenica 1995 begonnen. Angeklagt sind sieben frühere Militär- und Polizeikommandanten der bosnischen Serben. Fünf von ihnen müssen sich wegen Völkermordes verantworten. In Srebrenica hatten serbische Militärs unter dem Kommando des Generals Ratko Mladic im Juli 1995 bis zu 8.000 Moslems ermordet. Mladic ist seit mehr als zehn Jahren untergetaucht. TOKIO: Die japanische Zentralbank hat erstmals seit fast sechs Jahren ihre Null-Zins-Politik aufgegeben und den Leitzins wieder angehoben. Wie die Bank in Tokio mitteilte, setzte sie den Zinssatz für Tagesgeld von null auf 0,25 Prozent herauf. Begründet wurde die Maßnahme mit der wirtschaftlichen Erholung in Japan. Im ersten Quartal dieses Jahres war das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent gewachsen. GRINDELWALD: Am Berg Eiger in den Schweizer Alpen ist es zu einem massiven Felssturz gekommen. Bis zu 700.000 Kubikmeter Steine stürzten aus der Wand auf den unterhalb liegenden Gletscher bei Grindelwald. Über dem Ort schwebte anschließend eine dicke Staubwolke. Menschen oder Gebäude waren nicht in Gefahr. Ursache für den Felssturz sind Spannungen nach dem Rückgang des Gletschereises. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich des Mains teils kräftige Gewitter. Richtung Norden viel Sonne. Höchstwerte 22 bis 30 Grad.
Hamburg: 16 Grad, fast wolkenlos; |
