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| Podcast: | mephisto 97.6 |
| Veröffentlicht: | vor 6 Jahren, am 19.07.2006 um 10:00 |
| Dateigröße: | 1.59 MB |
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| Beschreibung: | Seit Februar ist Burkhard Jung der neue Oberbürgermeister Leipzigs. Fast ein halbes Jahr später lässt er eine Tradition seines Vorgängers Wolfgang Tiefensee wieder aufleben: die Bürgersprechstunde. Hier versuchte Jung gestern Bürgernähe zu demonstrieren. Ob ihm das gelungen ist hat unser Redakteur Jens Frohburg beobachtet.
Die Leipziger haben ihre Probleme und Problemchen. Der Bürgermeister Burkhard Jung natürlich auch. Weil aber manches Problem der Leipziger auch ein Problem von Burkhard Jung ist oder sein sollte, hat dieser eine Tradition seines Amtsvorgängers wieder aufgenommen: die Bürgersprechstunde. "Kommunikationskonzept" und "Der Bürgermeister im Dialog" stand gestern groß auf einem Plakat, aber die Anwesenden wussten sowieso, wie das funktioniert: einfach mal allen Frust loslassen, dem Bürgermeister fällt dazu schon was ein. O-Ton Grafitti und Hundekot, dass waren die immer wieder erwähnten Themenklassiker. Die Ordnungsliebenden schienen auch in der Mehrzahl. Ein Grafittimaler, der um ein legales Betätigungsfeld gebeten hätte, war jedenfalls nicht anwesend. Dann wurde die gelaufene WM bejubelt, und auch Burkhard Jung durfte was abhaben vom großen Dankeskuchen. O-Ton Aber was eigentlich soll eine Bürgersprechstunde leisten? Den meisten Anwesenden wäre es natürlich am liebsten, Burkhard Jung würde morgen neue Gesetze machen. Gesetze gegen den Hundekot auf Gehwegen oder den Abriss von Gründerzeithäusern. Dass es ganz so einfach nicht ist, dass war die Lektion der gestrigen Sprechstunde mit Bürgermeister Burkard Jung. Und der war in Hochform: Beschwichtigen, beruhigen, erklären: hier wurde live und für alle Anwesenden fühlbar Bürgernähe hergestellt. O-Ton Bürgernähe ist das Stichwort. Gerade auf kommunaler Ebene, die am ehesten die Lebenswirklichkeit der Regierten beeinflusst. Schließlich ist Politik eine res publica, eine Sache der Öffentlichkeit. Es ist auch eine Aufgabe der Politiker, für Rückkopplung in die Bevölkerung zu sorgen. Dies heißt unter anderem, Verständnis zu wecken für die politischen Vorgänge und die Schwierigkeiten, die dem politischen Prozess innewohnen. |
