| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 6 Jahren, am 21.08.2006 um 08:43 |
| Dateigröße: | 4.06 MB |
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| Beschreibung: | Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag. KINSHASA: Knapp drei Wochen nach der Wahl in der Demokratischen Republik Kongo sind die ersten Ergebnisse bekanntgegeben worden. Demnach muss die Entscheidung über den künftigen Präsidenten am 29. Oktober in einer Stichwahl fallen. Bei der ersten Runde vor drei Wochen blieb der amtierende Staatschef Joseph Kabila mit knapp 45 Prozent der Wählerstimmen unterhalb der absoluten Mehrheit. Sein größter Rivale und Stellvertreter, der frühere Rebellen-Chef Jean-Pierre Bemba, erhielt 20 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 70 Prozent. Die Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses war in Kinshasa durch mehrstündige Schießereien zwischen Anhängern der beiden Konkurrenten verzögert worden. Um die Auszählung abzusichern, sind rund 2.000 Soldaten aus Staaten der Europäischen Union im Einsatz, darunter 700 aus Deutschland. BERLIN: Die Vereinten Nationen haben laut Verteidigungsminister Franz-Josef Jung das deutsche Angebot positiv aufgenommen, Marinesoldaten zur Seeüberwachung in den Libanon zu schicken. Diese Soldaten würden mit einem robusten Mandat ausgerüstet, sagte Jung im deutschen Fernsehen. Sie hätten damit das Recht zur Kontrolle von verdächtigen Schiffen, etwa auf Waffen. Jung bekräftigte erneut, Deutschland werde sich nicht mit Bodentruppen an der internationalen Libanon-Friedenstruppe beteiligen. Die UN wollen wahrscheinlich noch in dieser Woche über das genaue Mandat der Truppe entscheiden. BERLIN: Die Bundesluftwaffe beginnt an diesem Montag von Jordanien aus mit ihren ersten Hilfsflügen in den Libanon. Zunächst sollen Zelte, später dann gut 60 Tonnen Nahrungsmittel, Medikamente und medizinische Ausrüstung transportiert werden. Die internationale Luftbrücke wird von Zypern aus unterstützt. Dort steht bereits eine Transall-Maschine der Luftwaffe; eine zweite soll im Verlauf der Woche folgen. Vier weitere Maschinen stehen in Deutschland auf Abruf bereit. KABUL: Außenminister Frank-Walter Steinmeier setzt heute seinen Besuch in Afghanistan fort. Geplant sind Gespräche mit Präsident Hamid Karsai und Außenminister Dadfar Spanta. Der Bundesaußenminister besucht zudem von Deutschland geförderte Projekte. Dazu gehören die Polizeiakademie in Kabul sowie der afghanische Fernsehsender RTA. Dessen Redakteure wurden zum Teil von der Deutschen Welle ausgebildet. Steinmeier hatte bei seinem Eintreffen in Kabul gestern versichert, die Bundesregierung werde sich ungeachtet der Libanon-Krise weiter dauerhaft in Afghanistan engagieren. BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt wird der mittlerweile zweite Prozess gegen Saddam Hussein eröffnet. Der frühere Machthaber des Landes muss sich dabei erstmals gegen den Vorwurf des Völkermordes rechtfertigen. Im Mittelpunkt des Prozesses stehen die Gräueltaten seiner Armee an Kurden im Norden des Landes. Vor fast zwanzig Jahren hatte das Militär in einer Offensive zehntausende Kurden getötet und deren Dörfer zerstört. Viele Angriffe wurden mit Senf- und Nervengas ausgeführt. Neben Saddam sind sechs weitere ehemalige Mitglieder aus Regierung und Armeeführung angeklagt.
KAIRO: Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden. Über die Zahl der Opfer liegen derzeit widersprüchliche Angaben vor. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden 40 Tote geborgen. Andere Quellen berichten von bis zu 80 Todesopfern. Die Züge prallten nahe der Stadt Kaljub aufeinander, 20 Kilometer nördlich von Kairo. BERLIN: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat eine stärkere Videoüberwachung öffentlicher Plätze und Verkehrsmittel verlangt. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, sagte in einem Zeitungsinterview, auch die Daten des Mauterfassungssystems müssten der Polizei bei schweren Straftaten zur Verfügung stehen. Ebenso müsse die Anti-Terror-Datei endlich verabschiedet werden. Bei den Parteien ist eine stärkere Video-Überwachung strittig. Während CDU und CSU dafür sind, lehnen die Grünen sie ab. Laut Vize-Fraktionschef Christian Ströbele könnten Anschläge damit nicht verhindert werden. BERLIN: Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt ist nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes kritischer als von Bundesregierung und Wirtschaft bislang dargestellt. Mindestens 40.000 Jugendliche würden in diesem Jahr keinen Ausbildungsplatz bekommen, sagte DGB-Vizechefin Ingrid Sehrbrock dem 'Tagesspiegel' in Berlin. Die tatsächliche Zahl der Bewerber ohne eine reguläre Lehrstelle liege sogar bei 140.000. Viele junge Leute würden nach mehreren erfolglosen Bewerbungen zunächst den Wehr- oder Zivildienst absolvieren oder an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen, so Sehrbrock zur Begründung. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Sonne, Wolken und Schauern oder Gewittern. Tageswerte zwischen 18 und 23 Grad. |
