| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 30.08.2005 um 10:00 |
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NEW ORLEANS: Der Hurrikan 'Katrina' hat eine Spur der Verwüstung durch den Süden der USA hinterlassen. Nach jüngsten Agenturberichten kamen allein im US-Bundesstaat Mississippi mindestens 55 Menschen ums Leben. Dort sowie in Louisiana und Alabama hatte 'Katrina' zeitweise Windgeschwindigkeiten von 300 Kilometern in der Stunde erreicht. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, Häuser wurden zerstört, Straßen überflutet. In der Stadt New Orleans stehen ganze Stadtviertel unter Wasser. US-Präsident George W. Bush hat die am schwersten betroffenen Bundesstaaten zu Katastrophengebieten erklärt. Der Hurrikan hat inzwischen an Stärke verloren und wurde zu einem Tropensturm heruntergestuft. NEW YORK: Der Wirbelsturm 'Katrina' hat den Ölpreis in den USA am Montag auf den Rekordwert von über 70 US-Dollar schnellen lassen. Der Schlusskurs an der New Yorker Rohstoffbörse sank jedoch dann wieder auf 67,20 Dollar. Viele Ölförderanlagen und das größte Ölimportterminal der USA wurden geschlossen. Bisher ist offen, ob und wie viele der Bohrinseln, Bohrplattformen und Pipelines im Golf von Mexiko beschädigt worden sind. Dort werden rund 25 Prozent des US-Öls produziert. BEIRUT: Im Zusammenhang mit dem Attentat auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri sind drei frühere libanesische Geheimdienst-Chefs festgenommen worden. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, wurden auch mehrere weitere Verdächtige festgenommen, über deren Identität aber nichts bekannt wurde. An den Ermittlungen ist auch eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen unter Leitung des Berliner Staatsanwalts Detlev Mehlis beteiligt. Hariri war im Februar bei einem Bombenanschlag getötet worden. NEW YORK: Am Hauptsitz der Vereinten Nationen hat vermutlich die letzte Verhandlungsrunde zur Reform der Vereinten Nationen begonnen. An den Beratungen sind Vertreter von 33 Ländern beteiligt. Heikelster Punkt der Reform ist die von UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgeschlagene Erweiterung des Sicherheitsrates um neun auf 24 Mitglieder. Auch Deutschland hat sich um einen ständigen Sitz in dem Gremium beworben. PEKING: China und die USA haben einen neuen Anlauf genommen, ihre Differenzen über den starken Anstieg chinesischer Textileinfuhren zu beheben. In Peking kamen Unterhändler der USA und Chinas im Außenhandelsministerium zusammen, um Einfuhrquoten für Textilien zu vereinbaren. Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und China über eine Änderung der erst vor zwei Monaten beschlossenen Quote hatten am Montag zu keinem Ergebnis geführt. PARIS: Bei einem neuerlichen Brand in einer baufälligen Einwanderer-Unterkunft in der französischen Hauptstadt sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer war am späten Montagabend aus noch ungeklärter Ursache in einem Gebäude im östlichen Pariser Stadtviertel Marais ausgebrochen. In dem Haus befanden sich zahlreiche vor allem aus Afrika stammende Einwanderer. Erst in der Nacht zum Freitag vergangener Woche waren bei einem Brand in einem von Afrikanern bewohnten Einwanderer-Wohnhaus 17 Menschen getötet worden, darunter 14 Kinder. BRÜSSEL: EU-Kommissions-Chef Jose Manuel Barroso hat Bulgarien zu raschen wirtschaftlichen und politischen Reformen aufgefordert. Nur so könne eine Verschiebung der eigentlich für 2007 angepeilten Aufnahme Bulgariens in die EU um ein Jahr verhindert werden, sagte Barroso nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Sergej Stanischew in Brüssel. Die Zeit werde knapp. Die Europäische Union will im Oktober einen Bericht über die Fortschritte Bulgariens und Rumäniens bei der Umsetzung der Aufnahmebedingungen veröffentlichen. BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Polen eingetroffen. Köhler wird in Warschau vom polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski empfangen, wo beide den Grundstein für den Neubau der deutschen Botschaft legen wollen. Im Zentrum des Besuchs steht am Mittwoch die Teilnahme Köhlers an den Feiern zum 25. Jahrestag der Gründung der Gewerkschaft 'Solidarnosc' in Danzig. 'Solidarnosc' gilt als eine der Wegbereiterinnen der Wende in Osteuropa 1989, in deren Gefolge die Berliner Mauer fiel und die durch den Zweiten Weltkrieg bedingte Teilung Europas beendet wurde. BERLIN: Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel will an diesem Dienstag den Siemens-Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer als ihren wirtschaftspolitischen Chefberater vorstellen. Von Pierer soll nach Angaben aus der CDU und des Konzerns im Falle eines Wahlsieges einen 10-köpfigen Rat für Innovation und Wachstum leiten. Der ehemalige Siemens-Chef gehört der CSU an, beriet aber schon die bisherige Bundesregierung in einer ähnlichen Funktion. BERLIN: Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Krankenkassen aufgerufen, die Beitragssätze weiter zu senken. Die neuen Überschüsse sollten an die Versicherten weiter gegeben werden und nicht in die Vorstandsgehälter fließen, sagte Schröder bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rostock. Die gesetzlichen Krankenkassen hatten am Montag gemeldet, sie hätten im ersten Halbjahr wieder einen Überschuss erwirtschaftet. ZUR BÖRSE: Der deutsche Aktienmarkt hat behauptet eröffnet. Der DAX stand zuletzt bei 4.820 Punkten, rund 10 Punkte höher als bei der Schlussnotierung am Montag. Die japanische Leitbörse in Tokio schloss fest. Der Nikkei-Index stieg um 143 auf 12.453 Punkte. Der Euro wird mit einem Dollar 22 gehandelt. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend schön, sonnig und trocken. Tageswerte zwischen 20 und 31 Grad. |
