| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 01.09.2005 um 10:00 |
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| Beschreibung: |
NEW ORLEANS: In den von dem Hurrikan 'Katrina' betroffenen Südstaaten der USA verschärft sich die Sicherheitslage. Vor allem aus New Orleans werden massive Plünderungen gemeldet. Der Bürgermeister der Stadt zog Polizisten von Hilfseinsätzen ab, um die Einwohner vor Plünderern zu schützen. Die Versorgungslage in den zerstörten und überschwemmten Gebieten ist weiter angespannt. Hunderttausende von Menschen harren noch ohne Trinkwasser, Lebensmittel und Strom aus. Präsident George W. Bush sprach von einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes. Befürchtet werden bis zu 1.000 Todesopfer. WASHINGTON: Die Lage am Rohölmarkt hat sich etwas entspannt. Im asiatischen Handel lag der Preis für ein Barrel US-Öl deutlich unter 69 Dollar. Grund ist die Ankündigung von US-Energieminister Samuel Bodman am Mittwoch, die Regierung werde auf die staatliche Ölreserve zurückgreifen, um Ausfälle nach dem Hurrikan 'Katrina' auszugleichen. BESLAN: In der nord-ossetischen Stadt Beslan haben dreitägige Gedenkfeiern zur Erinnerung an die Geiseltragödie vor einem Jahr begonnen. Glocken begannen genau um die Uhrzeit zu schlagen, zu der ein tschetschenisches Terrorkommando eine Schule in der Stadt gestürmt hatte. Es nahm mehr als 1.100 Personen, die sich zum Schuljahresbeginn dort versammelt hatten, als Geiseln. Bei der blutigen Beendigung des Geiseldramas zwei Tage später wurden 331 Menschen getötet. Mehr als 200 Trauernde legten nach dem Glockengeläut Blumen nieder. BAGDAD: Iraks Ministerpräsident Ibrahim Dschafaari hat wegen der Todesopfer einer Massenpanik in der Hauptstadt eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Nach offiziellen Angaben starben bei der Massenpanik auf einer Brücke über den Tigris 965 Menschen, mehr als 800 wurden verletzt. Die Menschen waren auf dem Weg zu einer religiösen Feier in einer Moschee, als das Gerücht aufkam, Selbstmordattentäter hätten sich unter die Menge gemischt. DANZIG: Mit dem Gedenken an den deutschen Überfall auf Polen vor 66 Jahren schließt Bundespräsident Horst Köhler in Danzig seinen dreitägigen Staatsbesuch in Polen ab. Köhler nimmt am heutigen Donnerstag an einer Gedenkfeier am Monument der Westerplatte teil. Die Westerplatte ist eine Halbinsel im Danziger Hafen. Hier hatte 1939 ein deutsches Kriegsschiff unter Vorwand eines friedlichen Besuchs das Feuer auf ein polnisches Militärlager eröffnet. Am Mittwoch hatte Köhler in Danzig an den Feiern zum 25. Jahrestag der Gründung der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc teilgenommen. BERLIN: Die dritte Stufe der Tabaksteuer-Erhöhung ist in Kraft getreten. Die Zigarette kostet nun 1,2 Cent mehr. Im Automaten kann eine Schachtel Zigaretten laut dem deutschen Tabakhändler-Verband weiter für vier Euro gezogen werden, allerdings enthält sie im Schnitt eine Zigarette weniger. Die Tabaksteuer war bereits im März und Dezember letzten Jahres um jeweils 1,2 Cent pro Zigarette angehoben worden. AUGSBURG: Der wegen Korruption und Steuerhinterziehung verurteilte Ex-Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls ist aus dem Gefängnis in Augsburg entlassen worden. Dies teilte sein Anwalt mit. Der Haftbefehl war vom Landgericht Augsburg nach Verbüßung der Hälfte der Haftstrafe außer Vollzug gesetzt worden. Der frühere CSU-Politiker war Mitte August zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Seine Haft in Frankreich und die Untersuchungshaft in Augsburg waren ihm auf die Strafe angerechnet worden. PEKING: Die chinesisch-amerikanischen Verhandlungen über eine Begrenzung chinesischer Textilexporte in die USA sind erneut ergebnislos beendet worden. Die US-Delegation reiste nach einer kurzen neuen Verhandlungsrunde ab. Seit Mai hatte es vier Gespräche gegeben, ohne dass man sich einigen konnte. Die USA wollten -ähnlich wie die Europäische Union- Einfuhrquoten für Textilien aus China vereinbaren. Seit Jahresanfang hatten sich die chinesischen Textilexporte in die USA fast verdoppelt. LISSABON: Der ehemalige portugiesische Staatspräsident Mario Soares kandidiert bei der Wahl im Januar 2006 erneut für das höchste Staatsamt. Das gab der 80-Jährige Sozialist in Lissabon bekannt. Soares war einer der wichtigsten Führer der Nelken-Revolution, die 1974 die Diktatur Salazar zu Fall gebracht hatte. Er war unter anderem Ministerpräsident und Außenminister sowie bis 1996 Staatschef. 2004 hatte sich Soares aus der Politik zurückgezogen. ZUR BÖRSE: Der deutsche Aktienmarkt ist fester in den Handelstag gestartet. Der Index DAX stand vor wenigen Minuten bei 4.870 Punkten, 40 Punkte höher als bei der Schlussnotierung am Mittwoch. Auch die asiatische Leitbörse in Tokio schloss fester. Der Nikkei-Index stieg um 93 auf 12.506 Punkte. Der Euro wird derzeit mit gut einem Dollar 23 gehandelt. ZUM SPORT: Die Stuttgarterin Julia Schruff hat bei den Offenen Amerikanischen Tennismeisterschaften in New York die dritte Runde erreicht. Sie konnte sich gegen Lisa Raymond aus den USA durchsetzen. Die 23-Jährige trifft nun auf die Weltranglisten-Zweite Maria Scharapowa aus Russland. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst sonnig, später im Westen und vom Schwarzwald bis in die Alpen Schauer und Gewitter. Höchstwerte zwischen 25 und 32 Grad. Am Vormittag meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel: Hamburg: 19 Grad; Berlin: 17 Grad; Dresden: 19 Grad; Köln/Bonn: 21 Grad; Frankfurt am Main: 11 Grad und München: 20 Grad. |
