| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 25.09.2005 um 10:00 |
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HOUSTON: Der Hurrikan 'Rita' hat im Süden der USA geringere Schäden angerichtet als befürchtet. Das geht aus einer ersten Bilanz des amerikanischen Katastrophenschutzes hervor. Lediglich aus dem Bundesstaat Mississippi wurde ein Todesopfer gemeldet. 'Rita' war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von 200 Kilometern in der Stunde an der Grenze zwischen Texas und Louisiana auf Land getroffen. Auch in den kommenden Tagen wird in der Küstenregion noch mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen gerechnet. Inzwischen wurde 'Rita' zu einem Tropensturm herabgestuft. Die US-Behörden riefen die Bürger auf, vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückzukehren, um ein erneutes Verkehrschaos zu verhindern. GAZA-STADT: Zwei Wochen nach ihrem Abzug aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee eine neue Offensive gegen radikale Palästinensergruppen eingeleitet. Neben Luftangriffen im Gazastreifen wurden bei Razzien im Westjordanland mehr als 200 militante Palästinenser festgenommen. Unter ihnen sollen sich mehrere ranghohe Mitglieder der Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad befinden. Bei den Angriffen der Luftwaffe im Gazastreifen wurden nach Medien-Berichten etwa 20 Palästinenser verletzt. Das israelische Sicherheitskabinett hatte den Militäreinsatz gebilligt, nachdem militante Palästinenser Kleinraketen auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert hatten. WASHINGTON: Zehntausende Menschen sind in den USA auf die Straße gegangen, um den Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak zu fordern. Nach Angaben der Organisatoren versammelten sich in Washington rund 100.000 Demonstranten aus allen Teilen der Vereinigten Staaten vor dem Weißen Haus. Größere Kundgebungen fanden auch in Los Angeles und San Francisco statt. In London forderten tausende Menschen die Heimkehr der britischen Soldaten. BRÜSSEL: Die Europäische Union hat die Zustimmung der Atomenergie- Organisation zu der von der EU eingebrachten Resolution zum Atomstreit mit dem Iran begrüßt. Das Papier ebnet den Weg für eine mögliche Überweisung des Falles an den Weltsicherheitsrat. Auch Bundesaußenminister Joschka Fischer zeigte sich zufrieden. Die Entscheidung im Gouverneursrat der UN-Behörde in Wien war nicht einstimmig gefallen. Venezuela stimmte gegen die Resolution. Russland, China und zehn Entwicklungsländer enthielten sich der Stimme. WASHINGTON: Die 18 ärmsten Länder der Welt stehen vor dem weit reichendsten Schuldenerlass, den es je gegeben hat. Die Mitglieder des Internationalen Währungsfonds -IWF- machten auf ihrer Jahrestagung in Washington den Weg frei für den Erlass von zunächst 40 Milliarden Dollar. Der IWF-Lenkungsausschuss stimmte dem Angebot der sieben führenden Industrienationen und Russlands -G8- vom Sommer zu, die Schulden der zumeist afrikanischen Länder bei IWF, Weltbank und Afrikanischer Entwicklungsbank zu streichen. WARSCHAU: In Polen sind rund 30 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Nach jüngsten Umfragen gilt es als sicher, dass es zu einem Machtwechsel kommt. Noch unklar ist allerdings, ob die national-konservative 'Partei Recht und Gerechtigkeit' oder die liberal-konservative 'Bürgerplattform' stärkste Kraft wird. Beide Parteien, die aus der Solidarnosc- Bewegung hervorgegangen sind, wollen eine Koalition bilden. Die bisher regierende 'Demokratische Linksallianz' muss nach mehreren Korruptionsskandalen um den erneuten Einzug in den Warschauer Sejm bangen. BERLIN: Die SPD will erst nach der Bundestagsnachwahl in Dresden über mögliche Koalitionsverhandlungen mit der Union entscheiden. Das bekräftigte SPD-Chef Franz Müntefering in der Zeitung 'Bild am Sonntag'. In Dresden wird wegen des Todes einer Kandidatin erst am 2. Oktober gewählt. Müntefering lehnte es zugleich ab, sich noch vor Koalitionsverhandlungen über den künftigen Kanzler zu einigen. Führende CDU-Politiker wie der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatten verlangt, die SPD müsse zunächst den Anspruch von Angela Merkel auf das Kanzleramt akzeptieren. Kommenden Mittwoch wollen Union und SPD bereits über inhaltliche Fragen reden.
MÜNCHEN: Mit einer verschärften Preispolitik will die Münchner Rück als weltweit größter Rückversicherer auf die Häufung von Naturkatastrophen reagieren. Ein Klimaexperte des Versicherungskonzerns sagte dem 'Tagesspiegel am Sonntag', künftig werde bei Schadensberechnungen nicht mehr ausschließlich mit langjährigen Mittelwerten kalkuliert. Die Münchner Rück rechnet damit, dass die diesjährige Hurrikan-Saison für die Versicherungswirtschaft noch deutlich teurer wird als die Rekordsaison 2004. STUTTGART: Der Sportwagenbauer Porsche will nach Informationen des Magazins 'Der Spiegel' 20 Prozent am Volkswagen-Konzern übernehmen und damit größter Aktionär dort werden. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking habe mit Hilfe der amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch den Einstieg bei Europas größtem Autohersteller vorbereitet, berichtet das Blatt weiter. Für ein Fünftel der Stammaktien müsste Porsche nach derzeitigem Aktienkurs rund drei Milliarden Euro zahlen. Derzeit ist das Land Niedersachsen mit 18,2 Prozent der Stammaktien größter Aktionär von Volkswagen. BERN: Die Schweizer Bürger stimmen an diesem Sonntag über die Öffnung ihres Arbeitsmarktes für die neuen EU-Mitgliedstaaten ab. Ein Nein bei dem Referendum könnte das gesamte bilaterale Vertragswerk der Schweiz mit der EU gefährden. Denn die Union fordert für die Bürger ihrer zehn neuen Länder die gleichen Rechte wie für die der alten EU-Staaten. In den Umfragen zeichnete sich zuletzt nur eine dünne Mehrheit für die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit ab. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten durchweg freundlich, nach Westen hin mehr Wolken und gelegentliche Schauern. Tageswerte zwischen 19 und 25 Grad. |
