| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 03.10.2005 um 10:00 |
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| Beschreibung: |
DRESDEN: Die Union hat bei der Bundestagsnachwahl in Dresden das Direktmandat gewonnen und damit ihren Vorsprung vor der SPD auf vier Sitze ausgebaut. Im Wahlkreis 'Dresden 1' gewann der CDU-Kandidat Andreas Lämmel am Sonntag mit deutlichem Vorsprung vor der SPD. Dadurch hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion künftig 226 Sitze, die SPD 222. Bei den Zweitstimmen lag allerdings die SPD vorne, was jedoch keine Auswirkung auf die Sitzverteilung hat. Die Union wertete das Ergebnis als Signal für eine Kanzlerin Angela Merkel und forderte die SPD auf, ihren Führungsanspruch in einer großen Koalition aufzugeben. SPD-Chef Franz Müntefering deutete unterdessen Kompromissbereitschaft in der Frage der Kanzlerschaft an. - Die Nachwahl in Dresden war aufgrund des Todes einer Direktkandidatin kurz vor der Bundestagswahl am 18. September notwendig geworden. POTSDAM: Am Tag der Deutschen Einheit wird in der brandenburgischen Landeshauptstadt der Wiedervereinigung vor 15 Jahren gedacht. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche findet der zentrale Festakt statt, zu dem Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzler Gerhard Schröder eingeladen haben. Die Feiern werden in Potsdam ausgerichtet, da Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck derzeit Bundesratspräsident ist. Bereits am Sonntag begann in der Landeshauptstadt ein großes Bürgerfest, zu dem mehrere hunderttausend Besucher erwartet werden. LUXEMBURG: Der Start der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei steht auf der Kippe. Bei einer Krisensitzung der EU-Außenminister in Luxemburg beharrte Österreich auf seiner Position. Als einziger der 25 Mitgliedsstaaten verlangt Österreich, dass mit der Türkei nicht nur über einen Beitritt, sondern auch über eine andere Form der Zusammenarbeit verhandelt wird. Dies wird von der Regierung in Ankara entschieden abgelehnt. Die in der vergangenen Nacht unterbrochenen Ministerberatungen wurden inzwischen fortgesetzt. Der so genannte Verhandlungsrahmen für die Beitrittsgespräche, die eigentlich noch an diesem Montag beginnen sollen, muss einstimmig verabschiedet werden. JERUSALEM: Bei Razzien im Westjordanland hat die israelische Armee weitere 40 mutmaßliche Extremisten festgenommen. Nach Angaben eines Militärsprechers soll es sich um Mitglieder der Palästinenser-Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad handeln. Um mögliche Terror-Anschläge zu verhindern, riegelte die Armee erneut das Westjordanland und den Gazastreifen ab. Zugleich verstärkte die Polizei ihre Präsenz an den Zufahrten zu größeren Städten und in der Umgebung von Jerusalem. TOKIO: Angesichts schwindender Chancen auf einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat erwägt Japan, seine Zahlungen an die Vereinten Nationen zu verringern. Das bestätigte das Außenministerium in Tokio. Es sei jedoch noch nicht klar, um welchen Prozentsatz der Beitrag gesenkt werden solle. Zusammen mit Deutschland, Indien und Brasilien bemüht sich Japan bereits seit längerem um einen ständigen Sitz im höchsten UN-Gremium. Der Vorstoß der so genannten G4-Länder scheiterte bisher am Widerstand der USA und Chinas sowie an der fehlenden Unterstützung afrikanischer Länder. - Japan zahlt nach den USA den zweithöchsten Beitrag an die Vereinten Nationen. JAKARTA: Nach den blutigen Bombenanschlägen auf der Ferieninsel Bali fahndet die indonesische Polizei nach Komplizen der mutmaßlichen Selbstmord-Attentäter. Diese Komplizen hätten vermutlich die Sprengstoffwesten der Attentäter ferngezündet, sagte ein Generalmajor. Bei insgesamt drei Anschlägen in den Touristenhochburgen Kuta und Jimbaran waren am Samstag mindestens 26 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Die Behörden gehen davon aus, dass die radikal-islamische Gruppe 'Jemaah Islamiyah' für die Attentate verantwortlich ist. MADRID: Hunderte Flüchtlinge haben wieder versucht, die stark befestigten Grenzanlagen der spanischen Exklave Melilla im Norden Afrikas zu überwinden. Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. Dennoch schafften es laut Medienberichten etwa 300 Afrikaner, auf spanisches Territorium und damit in die Europäische Union zu gelangen. - Es ist bereits der zweite Massenansturm auf Melilla innerhalb weniger Tage. ALBANY: Bei einem Schiffsunglück auf einem Gebirgssee im US-Bundesstaat New York sind 21 Menschen ertrunken. Wie die Behörden mitteilten, geriet ein Ausflugsboot in die Bugwelle eines anderen Schiffes und kenterte. Laut Medienberichten handelt es sich bei den meisten Opfern um Senioren. - Ebenfalls 21 Menschen kamen bei einem schweren Busunglück im zentralasiatischen Tadschikistan ums Leben. Nach Angaben der Polizei prallte ein gasbetriebener Bus mit einem anderen Bus zusammen und ging in Flammen auf. - Bei einem Zugunglück im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh wurden mindestens 16 Menschen getötet und etwa 100 verletzt. MOSKAU: Die russische Sojus-Kapsel mit dem US-Weltraumtouristen Greg Olsen an Bord hat erfolgreich an der internationalen Raumstation ISS angedockt. Das teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit. Die Sojus-Kapsel brachte auch die neue Langzeitbesatzung zur ISS. Der amerikanische Astronaut William McArthur und sein russischer Kollege Valeri Tokarew sollen sich ein halbes Jahr in der Raumstation aufhalten. BONN: Mit einem Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Dirigent Ingo Metzmacher ist in Bonn das Beethovenfest 2005 zu Ende gegangen. Mehr als 60 Konzerte hatten in den vergangenen vier Wochen an den in Bonn geborenen Komponisten Ludwig van Beethoven erinnert. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen nach Nebelauflösung freundlich, im Süden und Osten meist bedeckt und regnerisch. Tageshöchsttemperaturen zwischen zehn und 18 Grad. Am Vormittag meldeten bei zumeist bewölktem Himmel: Hamburg: 3°; Berlin: 11°; Dresden und Frankfurt am Main: 10°; Köln/Bonn: 7° und München: 8°. |
