| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 06.10.2005 um 10:00 |
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BERLIN: Im Tauziehen von CDU/CSU und SPD um das Kanzleramt fällt möglicherweise an diesem Donnerstag die Entscheidung. In einem Spitzengespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel soll geklärt werden, wer in der angestrebten großen Koalition Regierungschef wird. An dem Treffen am Abend nehmen auch der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und CSU-Chef Edmund Stoiber teil. Vor dem Spitzengespräch in Berlin nahm das CDU-Präsidium Beratungen auf. Auch die SPD will sich zuvor abstimmen. Union und SPD hatten nach tagelangen öffentlich ausgetragenen Differenzen am Mittwoch demonstrativ von großer inhaltlicher Übereinstimmung gesprochen. Müntefering nannte als Beispiele die Konsolidierung des Haushalts und die Föderalismus-Reform. MÜNCHEN: Kurz vor dem Spitzengespräch zwischen Union und SPD verdichten sich die Hinweise auf einen Wechsel von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber nach Berlin. Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Michael Glos, sagte, Stoiber werde mit großer Wahrscheinlichkeit nach Berlin wechseln. In Presseberichten heißt es, der CSU-Chef strebe das Amt des Bundesfinanzministers in einer großen Koalition an. Stoiber wisse, wie undankbar gerade dieses Ressort angesichts leerer Kassen sei. Er wolle diese große Herausforderung aber trotzdem annehmen. BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt ist bei einem Selbstmordanschlag auf einen US-Militärkonvoi eine Passantin getötet worden. Vier weitere Zivilisten hätten Verletzungen erlitten, teilte die irakische Polizei mit. Über mögliche Opfer unter den US-Soldaten liegen keine Angaben vor. - Am Mittwoch waren bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Hilla mindestens 25 Menschen getötet worden. Der Täter sprengte sich vor einer schiitischen Moschee in die Luft. MEXIKO-STADT: Nach dem Hurrikan 'Stan' hat sich die Lage in Mittelamerika dramatisch verschärft. In El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Mexiko kamen nach neuen Angaben mindestens 160 Menschen ums Leben. Allein aus El Salvador und Guatemala wurden jeweils mehr als 60 Todesopfer gemeldet. Die Behörden befürchten einen weiteren Anstieg. - Die von dem Hurrikan ausgelösten heftigen Regenfälle hatten zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. BERLIN: Der Präsident des Deutschen Städtetagspräsident, Christian Ude, hat Widerstand gegen die Streichung der Bundeszuschüsse zur Unterbringung von Langzeitarbeitslosen angekündigt. Der ARD sagte der Münchner Oberbürgermeister, dass die Städte - wie vom Bund behauptet - zu viel Gelder kassiert hätten, sei in keiner Weise nachgewiesen. Das müsse erst überprüft werden. Ude fügte hinzu, wenn der Bund Finanzlöcher zu Lasten der Kommunen stopfen wolle, werde der Städtetag nicht mitspielen.--Durch die vom Bundeskabinett beschlossene rückwirkende Streichung von Zuschüssen beim Hartz-IV-Gesetz ergeben sich für Städte und Gemeinden Mehrkosten von rund 3,2 Milliarden Euro. NÜRNBERG: Mit einem Warnstreik haben Beschäftigte und IG Metall das von Schließung bedrohte AEG-Hausgeräte-Werk in Nürnberg lahm gelegt. Die Aktion soll am Donnerstagmorgen beendet werden. Von der vom schwedischen AEG-Mutterkonzern Electrolux angekündigten Schließung des Standortes Nürnberg wären rund 1.700 Beschäftigte betroffen. Electrolux will die Fertigung von Waschmaschinen und Geschirrspülern aus Kostengründen nach Polen verlagern. Die endgültige Entscheidung will der Aufsichtsrat Ende Oktober fällen. - Electrolux hatte AEG vor elf Jahren übernommen. HANNOVER: Bei der Bundeswehr fallen nach einem Zeitungsbericht immer mehr potenzielle Rekruten bei der Musterung durch, weil sie zu dick sind. Das meldet die 'Hannoversche Allgemeine Zeitung' unter Berufung auf den Sanitätsdienst der Bundeswehr. Demnach liegt die Durchfallquote beim Fitnesstest inzwischen bei fast 40 Prozent. Am stärksten stieg sie bei Gymnasiasten an. BERLIN: In Deutschland hat die Zahl der HIV-Infektionen stark zugenommen. Wie das Robert-Koch-Institut in Berlin mitteilte, infizierten sich im ersten Halbjahr 2005 knapp 1.200 Menschen mit dem Virus, das die Immunschwächekrankheit AIDS auslöst. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Fast 60 Prozent der Betroffenen sind homosexuelle Männer. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt forderte mehr Prävention. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Vormittag noch gebietsweise zäher Nebel. Dann sonnig und trocken. Tageshöchstwerte 16 bis 22 Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: 9 Grad, Bodennebel Berlin: 10 Grad,wolkenlos Dresden: 8 Grad, Nebel Köln/Bonn: 9 Grad, Nebelschwaden Frankfurt am Main: 12 Grad,wolkenlos München: 9 Grad, leicht bewölkt |
