| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 08.10.2005 um 10:00 |
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ISLAMABAD: Ein heftiges Erdbeben hat Teile von Pakistan, Indien und Afghanistan erschüttert. In jüngsten Berichten ist von Dutzenden Toten, zahlreichen Verletzten und schweren Schäden die Rede. Vielerorts liefen Menschen in Panik auf die Straßen. In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad und anderen Orten stürzten Häuser ein. Rettungskräfte suchen nach Verschütteten. Die Stärke des Bebens wurde mit dem Wert 7,6 auf der Richterskala gemessen. Das Epizentrum lag knapp 100 Kilometer nordöstlich von Islamabad in der Kaschmir-Region. Das indische Innenministerium löste Katastrophenalarm aus. BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement plant ein Bündel von Maßnahmen gegen Missbrauch beim so genannten Arbeitslosengeld II. Der SPD-Politiker setze unter anderem auf mehr Hausbesuche und Anruf-Aktionen, einen Datenabgleich mit den Finanzämtern und verschärfte Kontrollen der Arbeitsbereitschaft durch Trainings- Programme mit Anwesenheitspflicht, schreibt die 'Berliner Zeitung'. Nach Stichproben sei zu vermuten, dass die Arbeitslosigkeit derzeit um mindestens zehn Prozent überschätzt werde und mehr als 280.000 Langzeitarbeitslose zu Unrecht Leistungen bezögen, sagte Clement der Zeitung. HAMBURG: In Deutschland sind in den vergangenen zwölf Monaten nach Presse-Informationen 402.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Wie die 'Bild'-Zeitung unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet, gibt es nur noch etwas mehr als 26 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Bundesrepublik. Im Vergleich zum Sommer 2002 betrage der Rückgang fast 1,5 Millionen. BERLIN: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung -DIW- hat eine mögliche große Koalition aufgefordert, die Mehrwertsteuer um vier Prozentpunkte auf 20 Prozent anzuheben. Das ist doppelt so viel wie die Union plant. Die SPD ist gegen eine Mehrwertsteuererhöhung. Nur durch höhere Einnahmen sei es zu erreichen, dass Deutschland bis 2007 die Maastricht-Kriterien erfüllen könne, sagte DIW-Chef Klaus Zimmermann der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. Gleichzeitig müsse mehr Geld für Zukunftsausgaben wie Bildung, Forschung und Infrastruktur bereitgestellt werden.
BERLIN: Vertreter von Union und SPD zeigen sich weiter zuversichtlich, dass es zur Bildung einer großen Koalition kommen wird. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder. Bayerns CSU-Ministerpräsident Edmund Stoiber erklärte ähnlich wie CDU-Generalsekretär Volker Kauder, die bisherigen Gespräche seien in den Sachfragen gut vorangekommen. Die "Welt am Sonntag" berichtet unter Berufung auf Parteikreise, CDU/CSU und SPD hätten sich bereits darauf verständigt, dass beide politischen Lager mit gleicher Ministerzahl im Kabinett vertreten sein sollen. Im Streit um die Kanzlerfrage bekräftigten beide Seiten erneut ihre bekannten Positionen. Eine Entscheidung für Schröder oder die CDU-Chefin Angela Merkel wird jetzt frühestens beim zweiten Spitzengespräch am Sonntagabend erwartet. BERLIN/GUATEMALA-STADT: Die Bundesregierung hat den von schweren Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesuchten Ländern Zentralamerikas weitere Hilfen angeboten. Derzeit werde mit den dortigen Behörden geklärt, welche Hilfsgüter wo am dringendsten benötigt würden, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Die Zahl der offiziell registrierten Todesopfer stieg inzwischen auf rund 280, die meisten von ihnen kamen in Guatemala ums Leben. Hunderte Menschen gelten noch als vermisst, weil zahlreiche Dörfer und Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten sind. BUKAREST: Im Donau-Delta im Osten Rumäniens sind erstmals Fälle von Vogelgrippe aufgetreten. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur wurde das Geflügelpest-Virus bei drei verendeten Enten in der Ortschaft Ceamurlia entdeckt. Der Ort steht nun unter Quarantäne. Experten prüfen, ob sich die Tiere mit dem gefährlichen Virus H5N1 infiziert haben, an dem in Asien bereits mehr als 60 Menschen gestorben sind. Flutur äußerte die Vermutung, dass die Vogelgrippe von Zugvögeln aus Russland ins Donau-Delta eingeschleppt wurde. BERLIN/NEW YORK: Regierungen aus aller Welt haben die Vergabe des Friedensnobelpreises an die Internationale Atomenergie-Behörde und ihren Chef Mohammed ElBaradei begrüßt. Besonders hervorgehoben wurde der Einsatz ElBaradeis gegen die Verbreitung von Nuklearwaffen. Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach von einer 'sehr klugen Entscheidung' des Nobel-Komitees in Oslo. UN-Generalsekretär Kofi Annan gratulierte allen Mitarbeitern der in Wien ansässigen Atomenergie-Behörde. Sie hätten einen Beitrag für den weltweiten Frieden geleistet. - Die 1957 gegründete UN-Organisation überwacht unter anderem die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags. Der Ägypter El Baradei leitet die Behörde seit acht Jahren. - Der Friedensnobelpreis wird traditionell am 10. Dezember überreicht, dem Todestag Alfred Nobels. RABAT: Im Flüchtlingsdrama in Nordafrika hat die Hilfsorganisation 'Ärzte ohne Grenzen' jetzt schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Marokko erhoben. Ein Sprecher sagte, mehrere hundert bei der spanischen Exklave Melilla in Marokko aufgegriffene Afrikaner seien ohne Wasser und Nahrung in einen Wüstenabschnitt nahe der Grenze zu Algerien gebracht worden. Zu der Gruppe gehörten Schwangere und Kinder. Zuvor hatte Spanien erstmals Flüchtlinge aus seiner Exklave Melilla abgeschoben. Etwa 70 Menschen wurden nach Malaga und anschließend in die marokkanische Stadt Tanger gebracht. In den vergangenen Wochen hatten hunderte afrikanische Flüchtlinge versucht, die Grenzzäune zu den Exklaven Ceuta und Melilla zu überwinden. KÖLN: Die weltgrößte Lebensmittelmesse, die Anuga, wird an diesem Samstag eröffnet. Bei der fünftägigen Fachmesse in Köln mit 6.300 Ausstellern aus 108 Ländern stehen so genannte Convenience- und Wellness-Produkte im Mittelpunkt. Zu den Neuheiten gehören etwa Carpaccio aus Krokodilfleisch, Strohhalme mit Geschmack oder Gewürzmittel aus gentechnikfreiem Hanf. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und trocken, nur im Süden und Südwesten einige Wolken. Tages-Höchsttemperaturen zwischen 17 und 22 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 11 Grad, wolkenlos; Berlin: 13 Grad, wolkenlos; Dresden: 14 Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 10 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 9 Grad, Nebel und München: 10 Grad, wolkenlos. |
