| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 12.10.2005 um 10:00 |
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| Beschreibung: |
BERLIN: Bundeskanzler Gerhard Schröder hat erkennen lassen, dass er in einem Kabinett unter Führung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel keinen Posten übernehmen wird. Bei einem Kongress in Berlin sagte Schröder, er wolle die am kommenden Montag beginnenden Verhandlungen über eine Große Koalition mit zum Erfolg führen. Das sei eine Aufgabe, die man auch dann noch habe, wenn man der nächsten Bundesregierung nicht mehr angehöre. Bisher hatte Schröder seine politische Zukunft offen gelassen. Zuletzt war spekuliert worden, er könnte Außenminister und Vizekanzler werden. - Unklar ist, ob nun SPD-Chef Franz Müntefering als Vizekanzler ins Kabinett gehen wird. BERLIN: Die SPD-Spitze setzt an diesem Mittwoch ihre Beratungen zu den Verhandlungen über eine große Koalition mit der Union fort. Parteichef Franz Müntefering hatte in einem Brief an die Mandatsträger versichert, die SPD halte an dem Ziel fest, auch im Bündnis mit CDU und CSU so viel wie möglich von ihrem Wahlmanifest umzusetzen. Streit gibt es schon vor Aufnahme der formellen Koalitionsverhandlungen über den Führungsanspruch der designierten Kanzlerin Angela Merkel. Müntefering und der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hatten ihr nur eine eingeschränkte Richtlinienkompetenz zuerkannt. CDU-Generalsekretär Volker Kauder erklärte, die Richtlinienkompetenz sei im Grundgesetz geregelt und gelte auch für eine Kanzlerin Merkel. ISLAMABAD: Im Erdbebengebiet von Südasien versuchen die Rettungskräfte weiter, in die abgelegenen Bergregionen Kaschmirs vorzudringen. Zahlreiche Hubschrauber -darunter zwei Helikopter der deutschen Bundeswehr- sind im Einsatz, um Versorgungsgüter zu den Überlebenden im Norden Pakistans zu bringen. In dem weitgehend zerstörten Ort Muzaffarabad gelang es den Rettungskräften, eine Frau lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses zu retten. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden durch das Erdbeben vom Samstag bis zu eine Million Menschen obdachlos. Drei Millionen seien auf Hilfe angewiesen. Auch im indischen Teil der Kaschmir-Region kommen die Helfer nur langsam voran. Viele Dörfer sind immer noch von der Außenwelt abgeschlossen. Ein leichtes Beben im Süden Pakistans löste am Mittwochmorgen Panik aus. Opfer gab es nicht. LUXEMBURG: Unter dem Eindruck des jüngsten Ansturms afrikanischer Armutsflüchtlinge auf die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla beraten die Innen- und Justizminister der EU über die europäische Flüchtlingspolitik. Der deutsche Innenminister Otto Schily wirbt seit längerem dafür, EU-Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika einzurichten. - Marokko beschleunigte unterdessen die Rückführung der schwarzafrikanischen Flüchtlinge in ihre Heimatländer. BERLIN: Nach den ersten Fällen von Vogelgrippe in Rumänien und der Türkei kommt an diesem Mittwoch der nationale Krisenstab von Bund und Ländern in Bonn zusammen. Dabei soll darüber beraten werden, wann und ob der Notfallplan umgesetzt werden muss, wonach Geflügel in Deutschland in Ställe gesperrt werden muss. Der amtierende Verbraucherschutzminister Jürgen Trittin sieht derzeit dafür keine Veranlassung. Das weitere Vorgehen hängt auch von den Testergebnissen aus Rumänien und der Türkei ab. - Experten sehen die größte mögliche Einschleppungsgefahr nach Deutschland in illegalen Geflügel-Importen. MONROVIA: Die UN-Mission in Liberia hat den friedlichen Verlauf der ersten Präsidenten- und Parlamentswahlen in dem westafrikanischen Land seit Ende des Bürgerkriegs 2003 begrüßt. Die Bürger Liberias hätten den Frieden gewählt, sagte der UN-Sondergesandte Alan Doss. Bei der Präsidentenwahl wird mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem ehemaligen Fußballstar George Weah und der früheren Weltbank- Managerin Ellen Johnson-Sirleaf gerechnet. NEW YORK: Die Vereinten Nationen befürchten einen Völkermord in der sudanesischen Krisenregion Darfur. Der UN-Sonderbeauftragte Juan Mendez sagte, dort eskaliere die Gewalt gegen Zivilisten. Er habe sich in den Flüchtlingslagern der Region selbst davon überzeugt. Mendez warf der sudanesischen Regierung vor, die für die Morde an der Zivilbevölkerung verantwortlichen Milizen nicht zur Rechenschaft zu ziehen. Die Regierung erfülle in keiner Weise ihre Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. PEKING: China hat seinen zweiten bemannten Flug ins All gestartet. Eine Trägerrakete mit zwei so genannten 'Taikonauten' wurde vom Nordwesten des Landes aus in eine Erdumlaufbahn geschossen. Der Start des prestigeträchtigen Projekts wurde live im Staatsfernsehen übertragen. China ist nach Russland und den USA die dritte Nation, die Menschen ins All gebracht hat. Der erste bemannte chinesische Raumflug fand im Oktober 2003 statt und dauerte nur 21 Stunden. Dieses Mal sollen sich die beiden Astronauten fünf Tage im All aufhalten und unter anderem medizinische Tests vornehmen. BONN: UN-Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in fünf Jahren 50 Millionen Umwelt-Flüchtlinge geben wird. Steigende Meeresspiegel, Erosion, Wüstenbildung und Überschwemmungen führten schon jetzt dazu, dass immer mehr Menschen ihre Heimat verließen, erklärte das Umweltinstitut der UN-Universität in Bonn. ZUR BÖRSE: Der Frankfurter Aktienmarkt hat schwach eröffnet. Der Deutsche Aktienindex DAX fiel zu Handelsbeginn unter die Marke von 5.000 Punkten und stand vor wenigen Minuten mit einem Verlust von gut 60 bei rund 4.970 Punkten. An der Börse in Tokio gab der Nikkei-Index um fast 93 auf 13.463 Punkte nach. Der Euro notiert bei einem Dollar 19. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall sonnig, örtlich aber zähe Hochnebelfelder. Tagestemperaturen 17 bis 22 Grad. |
