| Podcast: | Deutsche Welle Nachrichten (Langsam gesprochen) |
| Veröffentlicht: | vor 7 Jahren, am 16.10.2005 um 10:00 |
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BAGDAD: Die Iraker haben über eine neue Verfassung abgestimmt, die ihr Land in eine demokratische Zukunft führen soll. Größere Zwischenfälle während des Referendums am Samstag wurden nicht bekannt. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Behörden bei gut 60 Prozent. Das Ergebnis der Abstimmung soll Anfang kommender Woche bekannt gegeben werden. BRÜSSEL: EU und USA haben das Verfassungsreferendum im Irak als Erfolg und politischen Meilenstein gewertet. Trotz der schwierigen Sicherheitslage sei die Abstimmung ein großer Tag für die Demokratie gewesen, heißt es in einer von EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner veröffentlichten Erklärung. Das amerikanische Außenministerium sprach von einem wichtigen Schritt zur Demokratisierung des Nahen Ostens. ISLAMABAD: Beim Absturz eines pakistanischen Militärhubschraubers im Erdbebengebiet sind sechs Soldaten getötet worden. Der Helikopter sei bei einem Rettungseinsatz im pakistanischen Teil Kaschmirs nordöstlich der Ortschaft Bagh abgestürzt, teilte ein Armeesprecher mit. Es sei unklar, ob das Unglück auf einen technischen Defekt oder das schlechte Wetter zurückzuführen sei. WASHINGTON: Zehntausende zumeist schwarze Amerikaner haben in der US-Hauptstadt gegen Armut und Rassismus protestiert. Die Demonstranten waren aus zahlreichen Bundesstaaten nach Washington gereist, um ein Zeichen gegen die soziale Benachteiligung vieler Afroamerikaner im eigenen Land zu setzen. Auf der Großkundgebung vor dem Kapitol ergriffen viele prominente Redner das Wort, unter ihnen der Bürgerrechtler Jesse Jackson. Wie bereits beim so genannten 'Marsch der Millionen' 1995 appellierte Jackson an die schwarzen Amerikaner, ihre Energien zu bündeln und das Leben in ihren Gemeinden zu verändern. PEKING: Die wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt sind besorgt über den hohen Ölpreis. Zum Abschluss ihres Treffens in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking erklärten die Finanzminister und Zentralbankchefs der so genannten G20-Staaten, dadurch verschärfe sich der Inflationsdruck und verlangsame sich das Wirtschafts- wachstum. Außerdem werde die Instabilität größer. Ausgeweitet werden müsse der Dialog mit den Ölländern. Die G20-Staaten wollen zugleich das Energiesparen und erneuerbare Energien fördern. BUKAREST: Die für Menschen gefährliche Variante des Vogelgrippe- Virus ist nun auch in Rumänien nachgewiesen worden. Ein Speziallabor fand den Erreger in Geflügel-Kadavern aus dem Gebiet des Donau- Deltas. EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou sagte, der in Rumänien und der Türkei nachgewiesene Erreger sei identisch mit der in Asien aufgetretenen Variante. Durch den Erreger vom Typ 'H5N1' sind in Asien bisher etwa 60 Menschen gestorben. ROM: Nach einem Streit mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist der Parteichef der italienischen Christdemokraten, Marco Follini, zurückgetreten. Er protestierte damit gegen die Haltung seiner Partei in der Regierungskoalition. Follini hatte kürzlich öffentlich erklärt, Berlusconi sei nicht der beste Spitzenkandidat des Mitte- Rechts-Lagers für die Parlamentswahl im Frühjahr. Außerdem lehnte Follini die Reform des Wahlrechts ab, die das Abgeordnetenhaus am Donnerstag gegen heftige Proteste der Opposition beschlossen hatte. OLDENBURG: Mit dem deutlichen Bemühen um Geschlossenheit stellen sich die Grünen vier Wochen nach der Bundestagswahl und dem Rückzug ihrer Führungsfigur Joschka Fischer auf ihre neue Oppositionsrolle ein. Für die Zukunft hält die Partei auch andere Bündnisse als mit der SPD für möglich. Ein entsprechender Leitantrag des Parteivorstands wurde auf der Bundesdelegierten-Konferenz in Oldenburg mit großer Mehrheit gebilligt. Wichtig seien vor allem die politischen Inhalte, sagte der Parteichef Reinhard Bütikofer auf der Bundesdelegierten-Konferenz in Oldenburg. Der Parteitag grenzte sich gegen die anderen Parteien und eine große Koalition ab. BERLIN: Angesichts der desolaten Haushaltslage in Deutschland sieht der designierte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück keine Alternative zu einem harten Sparkurs. Um von 2007 an wieder den Euro-Stabilitätspakt einhalten zu können, seien längere Zeit Einsparungen in jährlich zweistelliger Milliardenhöhe nötig, sagte Steinbrück der Zeitung 'Bild am Sonntag'. BREMEN: Neuer Regierungschef im kleinsten deutschen Bundesland Bremen wird voraussichtlich der bisherige Vorsitzende der SPD- Bürgerschaftsfraktion, Jens Böhrnsen. Bei einer SPD- Mitgliederbefragung erhielt der 56-jährige deutlich mehr Stimmen als sein Gegenkandidat, Bildungssenator Willi Lemke. Das Abstimmungs- Ergebnis muss noch von einem Landesparteitag in der kommenden Woche bestätigt werden. Dann könnte Böhrnsen von der Bremer Bürgerschaft im November zum Nachfolger des bisherigen Bürgermeisters Henning Scherf gewählt werden, der überraschend seinen Rückzug aus der Politik angekündigt hatte. - Der designierte Regierungschef kündigte an, er wolle die Große Koalition mit der CDU bis zur nächsten Wahl 2007 fortsetzen. ZUM SPORT: Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat das letzte Rennen der Saison gewonnen und seinem Rennstall Renault auch den Marken-Titel beschert. Zweiter beim Großen Preis von China in Schanghai wurde Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes vor Toyota-Pilot Ralf Schumacher. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder heiter und sonnig. Tageshöchstwerte zwischen 13 und 18 Grad. |
