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Episode: 002 Ulrike Sammer - Verlustangst und wie wir sie überwinden
Podcast: Paarweise Glücklich - DER Beziehungspodcast mit Susann Bartsch
Veröffentlicht: vor 13 Tagen, am 04.08.2017 um 06:20
Dateigröße: 33,46 MB
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Beschreibung:

Dr. Ulrike Sammer

ist Psychologin und Psychotherapeutin, hat viele Jahre im Krankenhaus und in eigener Praxis gearbeitet und ist heute diesbezüglich im Ruhestand. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher über psychologische Themen und Ratgeber, unter anderem "Verlustangst und wie wir sie überwinden"   Dein Warum: Ich habe in meiner psychotherapeutischen Arbeit besonders oft Klienten gehabt, die unter Verlustangst gelitten haben. Aber mindestens genauso oft erlebte ich Angehörige, die über die Klammeraktionen und oft unfaire Tricks um nicht verlassen zu werden verzweifelt waren. Es war mir ein Anliegen beiden Seiten zu helfen. Heute habe ich aber mit meiner Therapiearbeit aufgehört und schreibe nur mehr.   Ursachen von Verlustangst: Der Beginn einer Verlustangst ist immer ein Verlusterlebnis in der Kinderzeit, das nicht adäquat erkannt und verarbeitet wurde. Ausschlaggebend dabei ist nicht der Verlust an sich, sondern die Unfähigkeit der Bezugspersonen, das Leid des Kindes zu erkennen, es ernst zu nehmen und zu vermitteln, wie man mit diesen Gefühlen umgehen sollte. Es gibt dabei einige schlechte Voraussetzungen:

  • Eine generell ängstliche Familie
  • Die Depressionsneigung in der Familie
  • Hilflose Bezugspersonen
  • Bezugspersonen, die das (kindliche) Problem nicht erkannten
  • Bezugspersonen, die ihre Gefühle nicht ausdrückten
  • Bezugspersonen, die die Kinder nicht ins Leben einführten
  • Die Erziehung zur Unselbstständigkeit
  • Die Erziehung zu einem schlechten Selbstwertgefühl
  • Ein Mangel an allgemeinen Bewältigungsformen mit Gefühlen wie Trauer umzugehen.

  Wichtigsten Schritte, um Verlustangst zu überwinden: Wer das eigene Leben vor dem Auseinanderfallen durch Schmerz und Verzweiflung bewahren möchte, muss sich aktiv einer Wandlung stellen. Es muss eine innere Unabhängigkeit erreicht werden. Dazu gibt es drei Möglichkeiten:

  • Selbsthilfe, nur bei leichten Fällen.
  • Unterstützung durch einen Partner, die Familie und Freunde (für alle eine große Herausforderung)
  • psychotherapeutische Hilfe (eindeutig am effektivsten)

Welche Form man auch immer für sich wählt: es braucht Zeit und Ehrlichkeit zu sich selbst, um in einen heilsamen Prozess des Akzeptierens der alten Wunden einzutreten sowie um das Leben schließlich neu zu strukturieren.   Wie kann der Partner unterstützen: Ein unterstützender Partner kann ein wichtiger Anker, ein Halt, eine Kraftquelle bei der Heilung sein. Aber nicht nur Partner, sondern alle Menschen der Umgebung eines Betroffenen können in diesen Krisenzeiten hilfreich sein. Das Wichtigste dabei ist es, keine Ratschläge zu geben, sondern einfach da zu sein und zuzuhören. Verständnis, Wertschätzung und Solidarität sind die wichtigsten Unterstützungsmöglichkeiten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich der Zuhörer selbst in einer halbwegs gesunden, stabilen Verfassung befindet, um sich nicht zu überfordern.   Buchempfehlung: Ulrike Sammer, "Verlustangst und wie wir sie überwinden"   Kontaktdaten: Dr. Ulrike Sammer mail to: [email protected] Homepage: www.ulrikesammer.at