Episode: Atommacht Iran - wie gefährlich wird der Mullah-Staat?
Podcast: SWR1 Thema heute
Veröffentlicht: vor 5 Jahren, am 10.04.2007 um 18:18
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Beschreibung: Ungeachtet der vor zwei Wochen beschlossenen UN-Sanktionen provoziert Irans Präsident Achmadinedschad: Der Iran kann atomaren Brennstoff jetzt industriell herstellen, verkündete er. Irans Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani spricht inzwischen von 3000 Zentrifugen, die Uran anreicherten. Genug zum Bau einer Atombombe, wie Experten sagen. - Bluff oder Ernst - wo steht das iranische Atomprogramm?Die Ankündigung war prächtig inszeniert. Zum "nationalen Atomtag" wurden alle im Iran akkreditierten Journalisten in die Atomanlage Natans eingeladen, um die Nachricht in die Welt zu tragen: Der Iran könne jetzt seine Brennelemente für Kernreaktoren selbst herstellen. Die angeblich 3000 Zentrifugen bekam aber niemand zu sehen. Bluff oder Ernst - wieviel Wahrheit steckt in der Ankündigung? Martin Ebbing war in Natans dabei - seine Eindrücke, seine Einschätzung.- Wie die Urananreicherung funktioniertDie Blaupausen für die Atomanlage in Natans stammen aus der Bundesrepublik. Geklaut hat sie einst der pakistanische Atomwissenschaftler Dr. Kahn. Herzstück dieser Atomanlage sind sogenannte Zentrifugen, die Uran anreichern. Angereichertes Uran dient als Brennstoff für Kernreaktoren. Mit den gleichen Zentrifugen lässt sich Uran aber auch so hoch anreichern, dass es waffenfähig wird. SWR 1 Reporter Markus Wollnik war in der deutschen Uran-Anreicherungsanlage und hat sich erklären lassen, wie das funktioniert, was man braucht...- Aggressive Politik - was steht dahinter?Von welcher politischen Logik ist Irans Präsident Achmadinedschad getrieben? Seine immer neuen Hetztiraden gegen Israel und den Westen und die aggressive Atomstrategie wirken im Westen, aber auch in Russland und China irritierend und bedrohlich. Welche Ziele das Land dabei wirklich verfolgt bleibt höchst unklar. Wie der Westen jetzt auf die erneute Herausforderung reagieren sollte, darüber sprechen wir mit Prof. Volker Perthes von der Wissenschaft und Politik.