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| Podcast: | SWR1 Der Abend |
| Veröffentlicht: | vor 5 Jahren, am 31.07.2007 um 20:00 |
| Dateigröße: | 10.91 MB |
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| Beschreibung: | Nachgefragt: Deutsche Spielzeugproduktion in China80% aller in Deutschland gehandelten Spielwaren kommen aus einer einzigen chinesischen Provinz - Guangdong. Weil dort billig produziert wird, wenn auch unter menschenunwürdigen Bedingungen. Arbeitstage von 16 Stunden und mehr, 7 Tage die Woche mit nur mangelhaften Sicherheitsstandards, das alles für einen kärglichen Lohn: zwischen 30 und 40 Euro pro Monat sind keine Ausnahme. Um wenigstens die schlimmsten Auswüchse zu verhindern, hat der Weltverband der Spielzeugindustrie einen Verhaltenskodex entwickelt, das sogenannte ICTI-Zertifikat: Durch unabhängige Kontrollen sollen die chinesischen Produzenten zur Einhaltung von Mindeststandards gezwungen werden. SWR1 Der Abend hat bereits im Dezember vergangenen Jahres darüber berichtet, wir fragen heute nach: wie hat sich das Kontrollsystem verbessert und wie viele nichtzertifizierte deutsche Firmen gibt es heute noch?Die Soli-DebatteSolidarität ja, aber nicht um jeden Preis: In Deutschland sorgt - wie alle Jahre im Sommerloch - eine Debatte um die Fortsetzung des Solidarbeitrags für die Neuen Bundesländer für Aufregung. Der Bund der Steuerzahler findet den "Soli" überflüssig und macht folgende Rechnung auf: Die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag liegen bis 2019 ungefähr 30 Milliarden Euro über der Summe, die der Solidarpakt II tatsächlich braucht. Die Stadt Datteln in Nordrhein-Westfalen hat schon gehandelt. Sie weigert sich wie 20 andere Kommunen in der alten BRD, den Solidarbeitrag auf Gewerbesteuer zu bezahlen, denn die Stadt ist pleite und müsste für den Soli einen Kredit aufnehmen. Wir sprechen mit Wolfgang Werner, dem Bürgermeister von Datteln über seine Situation. Außerdem sprechen wir mit dem Bund der Steuerzahler über die grundsätzliche Zulässigkeit solcher "Sondersteuern" und mögliche Schritte für eine Aufhebung des "Soli". |
