Episode: Falten der Luft
Podcast: Audioveranda
Veröffentlicht: vor 4 Jahren, am 03.07.2008 um 14:20
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Beschreibung: Das hier ist eine etwas ungewöhnliche Vertonung, die an das erste Stück der GILDE DER PECHSCHWARZEN LIEBE erinnert. Eigentlich ein Ambient-Song. Dazu habe ich ein Gedicht aus dem Zyklus FRENETER IM HEISSMOND umgeschrieben, das dort SCHAU IN DEN SCHAUM heißt, die Rhythmik aber zu stark bricht, als dass man sie in dieser Form intonieren könnte. TEXT Unter Luna mich treibts, über Äste gefährlich Abwerfend ihr Kleid, stöckelstarr überland Ich drunter die Runen an Bäumen beschirmt Klammer an diese Rinden mein Aug, zu verstehn Was die Welt da geschrieben im Baum Und auch wenn ich mich in allen Strassen vergasse Blicke ich stets hinunter zur steinernen Schrift Vor den Schatten, gemacht von den Schrittmacher-Beinen Aufzulesen den Weg, der gleich hinter mich flieht Wenn ich weiter und weiter und weiter zerlaufe In den Augen verschwimmt all das Wasser sich drehend Ich schau hinterher dem Gewirbel - ein Spuk Der ganz greifbar geworden sich deckt mit dem Nass Seiner flüssigen Stimme mir sagt, wer ich war Wer ich war in den Falten der Luft