Erzähle kurz wer du bist und um was es in deinem Podcast geht.
Mein Name ist Friedrich Witt. Ich bin im Jahre 1930 geboren und war über 40 Jahre lang Solobassist bei einem der besten Orchester der Welt, den Berliner Philharmonikern. In meinem Podcast erzähle ich über all die interessanten Erlebnisse, die ich in meinem Leben gehabt habe: begonnen von meiner Kindheit über mein Instrument, den Kontrabass, über das Musizieren unter Furtwängler bis hin zu den späten Jahren Herbert von Karajans.
Mein Podcast soll aber nicht von Musikern für Musiker gemacht sein, auch musikalische Laien oder Leute, die sich nicht regelmäßig mit klassischer Musik beschäftigen, werden daran - hoffentlich - ihre Freude haben.
Daher würde ich mich freuen, wenn Sie mich auf einer Reise durch diese Jahre begleiten und an meinen Erinnerungen teilhaben möchten.
Neben dem Podcast selbst versehe ich jede Folge auf der dazugehörigen Web-Site mit Fotos, die ich die Jahre über gesammelt habe.
Wie bist du das erste Mal auf Podcasting gestoßen? Erinnerst du dich an den ersten Podcast, den du gehört hast?
Ich selbst besitze überaupt keinen Computer. Mein Sohn, der sich von Berufs wegen viel mit aktuellen Technologien beschäftigt, hat mich auf die Idee gebracht, meine Memoiren einzusprechen und als Podcast ins Internet zu stellen.
Wie kam es dazu, dass du einen eigenen Podcast gestartet hast? Wie waren die ersten Erfahrungen?
Ich habe begonnen, meine Texte im Bekanntenkreis vorzulesen und habe festgestellt, daß dies auf großen Anklang stieß. Daher war für mich schnell klar, daß die Texte unter anderem auch davon leben, daß ich sie selbst vorlese. Daher ist ein Podcast für mich das optimale Medium, um meine Texte dauerhaft einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Die ersten Erfahrungen und Rückmeldungen waren ungeahnt positiv. Ich habe so viele schöne ermunternde Kommentare bekommen, so daß ich selbst fast ein wenig überwältigt war. Zum Teil haben Familien sogar ihr Weihnachtsessen verschoben, nur um eine Folge meines Podcasts zu hören.
Das bewegt mich dann schon. Inzwischen hat mein Podcast über 5.000 Hörer, worauf ich schon ein wenig stolz bin.
Außerdem begannen gerade in letzter Zeit diverse Zeitungen, Radio- und Fernsehsender über meinen Podcast zu berichten. Diese Öffentlichkeit hätte ich wahrscheinlich mit der Veröffentlichung eines Buches nie erreicht.
Welche Hard- und Software verwendest du? Wie läuft die Produktion ab?
Wir produzieren die Podcasts zuhause auf einem Apple Macintosh.
Wir setzen für die Aufnahme ein recht hochwertiges Aktivmikrofon ein.
Die Audiodaten werden recht aufwendig geschnitten und störende Atem-/ Nebengeräusche entfernt. Später wird die Aufnahme später noch mit einem Kompressor-Effekt versehen und damit auf ein einheitliches Lautstärkeniveau gebracht.
Danach stellen wir die Aufnahme direkt als .mp3-Datei ins Netz. Als Blog-Software, um den Podcast zu verwalten, wird die Open Source-Software LifeType verwendet.
Welche Podcasts hörst du regelmäßig (egal in welcher Sprache)?
Wie oben beschrieben, besitze ich selbst keinen Computer, so daß ich auch nicht in der Lage bin, selbst Podcasts zu hören.
Was hast du für die Zukunft geplant? Ist ein Ende des Podcasts abzusehen? Wird es weitere Projekte geben?
Nun, ich habe noch für viele Folgen Erzählstoff, so daß ein kurzzeitiges Ende des Podcasts nicht abzusehen ist. Außerdem stelle ich ja nur ca. im Monatsrhythmus neue Folgen ein, so daß hier noch viel zu erwarten ist.
Was passiert, wenn tatsächlich mal alle Texte eingesprochen sein sollten, weiß ich noch nicht. Vielleicht werde ich noch ein paar neue Texte zu aktuellen Entwicklungen schreiben - die ersten Manuskripte meiner Memoiren sind zum Teil über 10 Jahre alt. Auf jeden Fall wird der Podcast im Netz erhalten bleiben, so daß ihn immer wieder neue Hörer entdecken und anhören können. Ich sehe das auch als eine Art in der Form bisher einzigartiges Zeitzeugendokument.





