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Vorstellung: Hauhechel
Andere Vorstellungen
Hauhechel
Versuch, dem ganz gewöhnlichen Wahnsinn die Stirn zu bieten. Übrigens: Die Hauhechel ist ein sehr zähes Gewächs und wirkt auch in unwirtlicher Gegend ...

Wer verbirgt sich hinter Hauhechel und wie würdest du euren Podcast beschreiben?

Tja, wer verbirgt sich hinter Hauhechel? Wir natürlich. Als da sind meine Lebensgefährtin und ich. Wobei wir für die Texte zuständig sind. Dann die früheren Mitbegründer, die inzwischen in alle Welt verstreut sind. Natürlich ginge nichts ohne die 4 Mitspielerinnen, die auch immer wieder die Podcasts einsprechen. Der Podcast dient uns u.a. als disziplinarisches Mittel, denn wir sind ein bisschen fahrlässig mit dem sich regelmäßig hinsetzen und schreiben. Früher war es das Bürgerradio, das uns immer wieder angehalten hat, aber dank Herrn Rüttgers und Konsorten kann man das inzwischen so gut wie vergessen. Außerdem ist die Kommunikation mit dem Publikum direkter, interessant und hin und wieder durchaus freundschaftlich.

Kann man euch auch live auf der Bühne erleben?

Man kann. Wir mischen uns da vor allem regional ein, deshalb treten wir normalerweise auch in der Region auf. Alle 1-2 Jahre gibt es ein neues Programm, je nachdem, was sich so angesammelt hat.

Wie läuft die Produktion einer Hauhechel-Folge ab?

Schreiben, Zusammentelefonieren, wenn dann ein Termin klappt, Kaffeetrinken, Ratschen, Kaffeetrinken, Aufnehmen, Kaffetrinken und den F. seinem Computer überlassen, auf dass er was zusammenbastle.

Politisches Kabarett hat im Comedy-Zeitalter einen schweren Stand. Bietet Podcasting neue Chancen sich Gehör zu verschaffen?

Podcasting bietet sicher auch eine Chance, sich Gehör zu verschaffen. Am schönsten ist es, wenn sich Leute melden und man sich mit ihnen austauschen kann. Mit Comedy hatten wir nie Schwierigkeiten. Da gibt es eine Menge Leute, die sind für uns absolut uninteressant. Einige sind richtig gut, so dass man sie gar nicht der Szene zuzählen möchte. Erstere haben ein Publikum, das wir nicht unbedingt haben müssen. So sucht sich eben jeder, was für ihn passt.

Welche Themen liegen dir/euch besonders am Herzen?

Vor allem das ganze neoliberale Geschwätz, das Dummverkaufen der Arbeitnehmer, die Riesterlüge, die Rentenlüge, das Globalisierungsgewäsch und was wir sonst so alltäglich in unseren Zeitungen serviert bekommen.

Kann man mit Satire die Welt verbessern?

Schön wäre es ja. Aber es ist auch nicht schlecht, wenn hin und wieder ein kleiner Denkanstoß gelingt. Bei einem selber oder eben bei ein paar Leuten im Publikum.

Angenommen, du dürftest dir drei berühmte Personen (real oder fiktiv) aus Gegenwart oder Vergangenheit aussuchen und mit ihnen eine Folge produzieren. Wer würde das sein und welches Thema würdest du bearbeiten?

Karl Valentin wäre die absolute Nummer 1. Er müsste uns die Politik grundsätzlich erklären. Ein Herr George Soros wäre sicher auch interessant. In seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Last but not least Harry Rowolth, bei ihm könnte man sich einfach zurücklehnen, zuhören und genießen. Und natürlich alles aufnehmen. Ganz schön faul, nicht wahr.

Veröffentlicht am 05. Mai 2008 von Ohrenmensch.