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Vorstellung: Der Foxpod
Der Foxpod
Mich hat es beruflich in die Hauptstadt der Ukraine, nach Kiew verschlagen. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und genau das tue ic...

Lieber Andreas, du sendest deinen Podcast direkt aus Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Warum hast du beschlossen einen Podcast zu produzieren und wie bist du überhaupt auf Podcasts aufmerksam geworden?

Auf Podcasts aufmerksam geworden bin ich eigentlich erst als ich nach Kiew umgezogen bin. Ich hatte über eine lange Zeit kein deutsches Fernsehen. Das einzige, was ich empfangen habe waren ukrainische Sender und eine handvoll englische. So alleine in einer unbekannten Stadt kann es einem abends schon mal langweilig werden. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Alternativ-Programm begeben und bin auf die Podcasts gestoßen. Mit meinem iMac waren die auch sehr schnell und einfach abonniert. Irgendwann hat es mich dann selber gepackt. Ich erlebe hier tagtäglich so viel Interessantes und oft auch Kurioses. Das muss man der Welt einfach mitteilen. Und nachdem ich auch etwas technikverspielt bin lag der Schritt nahe, es mal selber mit einem Podcast zu probieren.

Der Untertitel deines Podcasts lautet: Kurioses und alltägliches aus Kiew. Was war denn bisher besonders kurios?

Das lässt sich irgendwie nicht an einem einzigen Erlebnis festmachen. Aber das Kurioseste ist für mich immer noch der Umgang mit der Heizung. An einem bestimmten Tag im Herbst wird die Heizung für die ganze Stadt zentral eingeschaltet und an einem bestimmten Tag im Frühling wieder ausgeschaltet - unabhängig von den Außentemperaturen. Regulieren kann man die Heizung nur, indem man den Heizkörper entweder aus oder einschaltet. Die Feinjustierung macht man dann über das Fenster... Nur wenige Häuser haben eine Zentralheizung direkt im Haus.

Wie sieht es denn mit dem Feedback aus? Interessieren sich viele Deutsche für das Leben in der Ukraine?

Das Feedback ist super. Zu jeder Folge melden sich ein paar Leute und schreiben mir ihre Meinung oder schildern ähnliche Erlebnisse, die sie auf Reisen hatten. Das Interesse in der Heimat an meinem Podcast ist durchaus vorhanden. Ich denke aber, dass es weniger ein Interesse an der Ukraine selber ist, sondern vielmehr an der Surrealität meines Alltages manchmal. Wenn ich ähnliche Geschichten aus einem anderen Land berichten würde wäre das Interesse wahrscheinlich unverändert.

Wie produzierst du deinen Podcast und gibt es in der Ukraine auch mal Probleme an die richtige Podcast-Ausrüstung zu kommen?

Angefangen habe ich mit einem einfachen USB-Headset und Garageband zum Aufnehmen. Fertig. Mit der Zeit haben sich meine Ansprüche geändert und ich wollte auch mit etwas mehr Technik rumspielen. Deshalb nutze ich derzeit ein t.bone sc400 an einem Behringer Xenyx802 Mischpult. Aufgenommen wird noch immer in Garageband am iMac. Meistens mache ich mir vor dem Aufnehmen ein paar Notizen, um nicht komplett den Faden zu verlieren. Die Versorgungslage in Kiew ist sehr gut. Man bekommt hier alles, was man benötigt, um einen ordentlichen Podcast zu machen. Es gibt spezialisierte Musikgeschäfte, in denen man Instrumente, Mikros, Stative, Kabel, Mischpulte etc. bekommt. Man bekommt evtl. nicht unbedingt gerade das Mikro Model xy03, aber es gibt dann Alternativen, auf die man ausweichen kann. Meine Ausrüstung habe ich mir allerdings in Deutschland während eines Heimaturlaubes gekauft.

Welche Podcast hörst du? Und welche möchtest du besonders empfehlen?

Puhhh ... hören tue ich sehr viele. Momentan habe ich etwa 70 Podcasts abonniert. Ich höre ganz viele Personal-Podcasts. Allerdings habe ich auch viele Podcasts von Radio- und Fernsehsendern abonniert, da ich diese Programme über den Satellit nicht bekomme. Mein ganz persönlicher Favorit an Podcasts ist die Podcastshow vom Meiky. Was er an Energie in seinen Podcast steckt ist phänomenal. Der Dübel von Dübel's Geistesblitz steht bei mir auch ganz weit oben. Ich bewundere die Disziplin, wirklich jeden Sonntag eine Folge zu machen. Das hatte ich ja auch mal vor ... ähem. Allerdings ist es immer schwierig, nur ein paar Podcasts herauszuheben und die besonders zu empfehlen. Wie bei vielem hängt es vom persönlichen Geschmack ab.

Wie glaubst du wird es mit dem Podcasting in Zukunft weitergehen?

Die jetzigen sog. großen personal Podcasts werden an Bedeutung verlieren. Dafür wird sich eine breitere Masse an personal Podcasts etablieren, die aber nicht so starke Hörerzahl haben werden. Es werden immer mehr Unternehmen das Podcasting als Teil ihrer Präsenz im Internet sehen und dementsprechend professionell produzierte Podcasts online stellen.

Was wünscht du dir für die Zukunft deines Podcasts?

Ich wünsche mir, dass mir niemals die Themen ausgehen werden. Mein Podcast sollte weiterhin überschaubar bleiben. So absurd es klingt, aber ich möchte irgendwie nicht tausende von Hörer haben. Der Erwartungsdruck steigt dann ungemein und ich fürchte, dass ich dann verkrampfter an die Sache rangehen werde. Ein schöner kleiner "Familienpodcast" soll es bleiben.

Veröffentlicht am 25. September 2008 von andrea.