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pod.poems, gedichte von ögyr vertont und bebildert.

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das jahr, es war kein gutes nicht und doch das beste uns'res seins: indem wir lernten, welch' gewicht es dem hat, welcher hatte dies statt keins. der beste tag in uns'rem leben, selbst wenn er traurig war und krank, ist der, der eben erst gewesen, nicht einem nächsten morgen erst entlang. dies ahn...
Datum: 17.12.2011 08:10 • Größe: 5.8 MB

124) chaconne
dies leise, das aus blättern zarter wispert als fielen sie dem letzten grund entgegen, der faltet sich in das, was er erzittert und wo ihm jenes fällt in schoß verwegen, ein fall von nur vier tönen in d-moll, sein ausverwandtes schüchtern eingemeindet in welches, dem er seinen alten zoll gezahlt de...
Datum: 04.12.2011 08:59 • Größe: 4.7 MB

mein schreib- und hustgeräusch an sprache, hastig wie AMENausatmen, im lauf, in stimme und choral, der uns gesungen. mein harsches hasten durch den TEXT, sündig der ERLÖSUNG entgegen gewandet, SPRECHEN am grab, den toten unter irdischem, ein wispern, und schüchtern die sprache am eck der kurzen we...
Datum: 18.11.2011 03:47 • Größe: 9.3 MB

wo mein herze dir ist nicht, werd? ich dir gefallen, wo aus deinen lippen spricht, wäre hinverschallen. du bist mir mein letztes licht, warst, wo ich in allem lichtern bin in deiner pflicht, armer deinen hallen. g'richtet nur auf dich und mich, ewig lieben, wo du bist, will ich sein dein art'ger w...
Datum: 14.11.2011 09:03 • Größe: 2.9 MB

oh, herr! weil für dein himmelreich ich bin nicht zugeständig - platon an die front! der solcher ist, dem glaube ein gewinn und weiß noch nicht, was ihm gewähren konnt' aus jenem eck' der kirche, wo sein singen uns ward verschwinden in die wilden ecken, ein leicht verzichten aus den engelsschwingen...
Datum: 14.11.2011 03:46 • Größe: 8 MB

tags sonnen wir uns nächtens das gewitter, als wären wir die durchgeschwitzten. wir gehen durch die tage schütter und sind des nachts die so gewitzten: die dichtenden der nacht über dieses ding des übersommerns, wir sündige auf wirrer wacht, die leiser leidenden des kommens. wir wissen schon, dass...
Datum: 25.08.2011 01:05 • Größe: 3.4 MB

119) kameraD
ich hatt' einen kameraden, der war nurmehr mein ich. die kamera verzichtet, wo ich gefunden dich als fremdelnder belichtet. ein lichten kam geflogen, gilt's ihm, dem selben dir? ihn hat's auf seine füße noch hingestellt, dass wir uns wiederfinden in der wüste. so würd' ich dir die hände reichen un...
Datum: 17.08.2011 01:15 • Größe: 1.3 MB

// hinter fenstern, undurchsichtig / geh' ich auf und ab / nackt, bin die entblößung / in alleinheit. und / schwarte sanft an meinem sex. // hinter türen sind mir diese offen / für verschwiegen schneckiges. / hier bin ich nackt, hier bin ich sch[w]ein / und trüffle darob tief im unter- / grund der h...
Datum: 12.08.2011 02:14 • Größe: 1.9 MB

die füße im marsch der ballerinen, das trunkene, das (fast nackt) auf einem sommerabendweg geht, erhö[h/r]t die seidigen stimmen der mädchen, wenn es nacht wird, ein erdbeeriges erdbeben der sehnsucht, ein flüchtiger fluch, ein einverstanden. ein sonnenuntergehen unter starkstromdrähten, ins GEG...
Datum: 08.08.2011 02:32 • Größe: 5.2 MB

kurz vor sch(l)uss 41 (110601 2:57) schluss war nun endlich, den reim zu zerreiben, dichtung in kug'ligem lager zu weiden und sand ins getriebe zu streuen der liebe zum selbst und mich unter demselben zu scheiden. duftend auch schien mir manch' süßliche rose, pathos nach harz eines herz' in der h...
Datum: 01.06.2011 01:35 • Größe: 1.5 MB

25 (110506 2:52) sprache selbst du selbst da, wo es mancher nicht sieht - aber zuweilen schon hört, singt es und schaut aus den nächten in stirnen und mehr noch in seelen. von ferne die nähe schon sichtbar, bleibt sie, was einst sie zerstört: das erste und letzte gebot aller sprache: du sollst nic...
Datum: 06.05.2011 02:39 • Größe: 2.1 MB

denn "nicht umsonst ich fragte, was Sie unter der begräbnisstätte meinten", was das wäre, das als leuchtturm schiene wunder und würde grab geworden sterbend hass aufs wort, das in den nächten war so trunken, dass nicht genannt es, nur ein aderlass, ein sehnen in den art'gen sturz gesunken, zum über...
Datum: 09.12.2010 07:43 • Größe: 1.4 MB

und nach den räuschen bist du wieder hier, mein flüsterwort, mein unscheinbarer acker. und betest ruhe und verständnis mir, schlägst dich durch meinen tränend' schiffbruch wacker. dir sei mein lied gesungen, meinem wort, ein lobgesang, die hymne, symphonie! denn du, mein dichterwort, bist niemals f...
Datum: 07.12.2010 03:04 • Größe: 1.5 MB

"Tollite hostias, et adorate Dominum in atrio sancto ejus." (Psalm 96) Spätnachmittags in der St. Nikolai-Kirche Saint-Saëns' "Oratorio de Noël". Presseplätze ziemlich nah dran. Schaue in die singenden Münder der Solisten und auf die Finger der Streicher und der Harfenistin. Sehe Musik. Und bin dau...
Datum: 07.12.2010 00:24 • Größe: 2.6 MB

das hemd mir näher als die hose. schwarz sind beide, "man in black" sei das panier, nicht farben tragend, aber durch sich schlagend, durchs dickicht, welchem wort schon innewohnt das ich: ein schacht, ein korb, ein kohlenharz, auf das sich spannt ein tuch, bedeckt das tier, sich aus dem eigenbau, d...
Datum: 18.11.2010 03:35 • Größe: 919.8 KB

was ist die endlichkeit? ein sagen, trautes wagen auch, ein immer wieder gehen ans ende einer zeit: gedichtdurchschautes, das stürmt und drängt nicht, doch wird daraus wehen. mein ruf heißt "endlich!", endlich bin ich wieder widrig und der kasper im theater, ein clown, mein narr, ein endlich versve...
Datum: 26.10.2010 03:33 • Größe: 1.5 MB

die winterjacke ist zurück, verschlafen ... noch: ein schrankgeruch, ein leichenduft. als wir im letzten herbst uns liebten, trafen hände sich in ihrer taschen kluft. ein feuerzeug, sein gas nicht mehr entflammbar, zum kauen, kaum mehr, gummi, ausgetrocknet, der leichenschmaus von damals, als das "...
Datum: 21.10.2010 05:09 • Größe: 1.4 MB

unter die decke, betaute, in stille geschlüpft, vertrauter der nacht als verschummert belichteter tage, wie plumpsack geht um und in himmel und hölle zerhüpft legten sich tanzende füße auf gittrige trage. wolkenverdunkelte, lastende trägheitsmomente, auf anderem dach von antennengefinger gespießt: ...
Datum: 06.10.2010 03:38 • Größe: 1.4 MB

denn ein geschrei geht von den flüggen möwen wie frauen, wenn sie beineweit sich spreiten. ein hauch geht über grün vergilbte höhen und stürmt an mädchenmauern wie die heiden. ein sinken in den engen brunnenspalt und flügeln über anderen gerüchen. wer hier sein dampfend ross hat ausgestallt, ist be...
Datum: 01.10.2010 04:02 • Größe: 1.3 MB

Mein Liebchen reist nach Prag. Ich bleibe hier und lausche Klavkikafka, wie er singt: Das Dürre, das der Golem sprach zu mir, versinkt wie aufgeschienen unbedingt. Mein Liebchen reiste nach Berlin, zu singen den Städten, groß, auch meinen Sehnsuchtssang, das Süchtige verlass'ner Straßen. Drinnen wa...
Datum: 17.08.2010 06:59 • Größe: 2.6 MB

dass du mich beschirmest, dichte ich dir aus der zeit der sommer, wo mir schirme, weil ob trocknung nicht vorhanden, schlicht ins nichts gespannte sind, bloß stab. verwirre mich doch nicht, und lass uns leiser regnen. spürst du die tropfen tränen in den see, uns trennen schneller als gewagt verwege...
Datum: 10.08.2010 04:46 • Größe: 1.7 MB

nicht raus aus mir, verloren: sinn ist das. der rede stern ist jetzt am untergang und fragt mich nicht mehr: was war vor dem was? doch mutig pocht mein herz dem gegenan. die zwischenzeit an jedem morgen, wenn erwacht, ist wieder ende, neu gesang: aus traum gespurt der weg, wohin ich renn' und schle...
Datum: 30.07.2010 23:48 • Größe: 1.5 MB

manchmal nur ein wort, das zugefallen und die tür geöffnet, die kein schloss hat eh, nur knarrend, flüsternd solches schallen wiederhallt, wo's aus mir in mich floss. manchmal doch ein satz, der konstruierte, ein wehend, flüchtig, huschendes gebilde, buchstäblich buchzerstoben: das zerwiehrte des g...
Datum: 26.06.2010 04:33 • Größe: 1.3 MB

Von Stille kann kaum die Rede sein. Schrilles Tröten weckt den, der wie Mao "nie vor Mittag aufsteht" (die Tatsache des erst spät Aufstehens wurde neulich in der Dokureihe "Die großen Diktatoren" auf Phoenix dem Genossen Mao angelastet. Freilich, auch kulturrevolutionäre Massenmörder werden erst nac...
Datum: 19.06.2010 03:06 • Größe: 1.9 MB

Sing, sing, Vögelein, es ist Nacht, und die Galle grünt schon schwarz dem Nest entgegen. Schlaf, schlaf, Vögelein, es ist Tag, und die Sonne scheint so kühl an Maiens Himmeln. Sag, sag, Vögelein: Wer sang dir dieses Lied vom Winterschrein so fern dem Lenz? Flüster, wisper, Vögelein, jenem Dichter...
Datum: 25.05.2010 04:31 • Größe: 1.4 MB

punktpunkt, mond und sterne aus der ferne nah geholt beschaut, wie punktpunktkomma- strich auch mein gesicht gezeichnet, kerne aus dem apfel schält, von röhr'nder honda nur fast gestreift auf dem nachhauseweg. der unfall lag so nah an erstem tag des frühlings, dem die sonne noch so schräg am abend ...
Datum: 18.05.2010 03:16 • Größe: 699.7 KB

(für lilly) das sagen, hören und zuerst empfinden, noch nicht der text. sein ungetreuer hirte wird wege durch die dichtung sich erschwindeln, wo wir uns eingestanden, was verwirrte. ein jedes wort ist vor dem schall schon lüge, auch dieser vers vielleicht nur illusion. ich singe nicht, ich dichte ...
Datum: 29.04.2010 03:00 • Größe: 1.5 MB

Gegen Abend gesundet weiter in die Nacht mit Layout der Klavkischen "gelben Hefte" ("In der Zone des Augenblicks"). Selbst verdorrend, aufblühend an diesem Textminiaturenuniversum. Nochmal reingehört in die Lesungen im Literaturtelefon. Die versunkene Stimme des Freundes. Jetzt, nach einem Jahr, kan...
Datum: 12.04.2010 01:46 • Größe: 798.6 KB

Gedichtfragment noch aufgewacht am frühen Morgen, trunken: --- snip! --- dem ersten das letzte ist dem ersten doch zuvor, ihm klingen seine glieder. wenn du es gut machst, wird man gar nichts (an)sehen. das siehst du, hörst in dir die berührung. das geräusch der brechung, brandung, scheiternde...
Datum: 26.03.2010 00:56 • Größe: 1.6 MB

Am zweiten Tage spannt man einen verjährten Film der Röntgen-Kamera aus. Das Material der Dichter hat das Haltbarkeitsdatum überschritten. "Best before" ist längst verstrichen, doch das Zelluloid ist haltbar, verweigert man ihm eine Flamme, einen zündelnden Gedanken, schwimmt vielmehr nachts und nac...
Datum: 23.03.2010 03:52 • Größe: 1.4 MB

Jeden Tag spannt man einen neuen Film in die X-Ray-Kamera, die durch die schüchterne, störrisch gehörnte Haut nach innen blickt. Und am Abend ist nichts drauf, weil nur Sonnenlicht schien, das die Bleiplatten nicht durchdringt. Erst spätnachts verschiebt sich das Spektrum zu Wellenlängen kürzer als ...
Datum: 23.03.2010 03:45 • Größe: 1.3 MB

Leerer Tag, abgesehen von den üblichen Arbeiten (nebellichtig irrlichtern "ückkükend"). Lilly reist nach H., zugwärts gefont - und funklöchernd abgebrochen. Gestern hatte ich ihr noch im Skype aus der "Unendlichen Geschichte" vorgelesen. Nachts nach KN-Termin wieder an die Klaviatur im Kopf und sta...
Datum: 21.03.2010 04:34 • Größe: 1.9 MB

Nachts nach fast 25 Jahren plötzlich wieder unbändige Lust, Musik zu machen, was zu komponieren. In alten Skizzen gewühlt. Einen basso continuo im Innenohr (das noch immer erkältungsbedingt saust). Lange im Netz gesucht nach einer Testversion von "Finale". Damit statt Worten diesen Choral gemacht. D...
Datum: 21.03.2010 00:02 • Größe: 1.3 MB

für lilly der nacht, noch wankend durch die dürren straßen, wir singen liederlich ins telefon die alten lieder, die uns sanft bestrafen und züchtigen den damals süßen ton. wir stellen worte züchtiger um uns als uns gebührte, die an süßen sünden vergingen sich in jetzt erblühter brunst, von solchen...
Datum: 27.12.2009 03:56 • Größe: 1.5 MB

für lilly im weiß der landschaft bin ich schwarz, ein traumgebor'ner widerpart der schneeverzeihten winterfahrt, die fee, der kobolt, der sich zart ergab in aladinsche flasche. ihr hals ist eng, ihr mund sich weitet, dass naht ersinnt der nadel masche und jetzt in zukunft sich verzeitet. was wär?...
Datum: 24.12.2009 03:12 • Größe: 1.3 MB

für lilly sterne scheinen bleicher über dir. nacht flüstert: ich liebe dich hier. vögel singen dein lied zu mir: träum' mich hin zum traum vom wir. sag gute nacht und küss mich dicht, halt mich fest und vermisse mich nicht. ich bin blau und noch mehr bin ich allein, träum' mich nur zu dir herein. ...
Datum: 05.12.2009 01:54 • Größe: 4.3 MB

für lilly dann schläfst du noch einmal mit mir vor der cam, lässt dich bedrängen von meinen augenblicken. ach, könnt' ich's "verweile doch" halten im shot aus cum, selbst wenn sich fremde sprachen darin vermischen. im pixligen fenster dein wunderlich schönstes gesicht, wenn du nur lächelst, lippig...
Datum: 20.10.2009 00:44 • Größe: 1.7 MB

wie die heuschrecken, wenn sie das tun, was wir tun: sich häuten heute, vielleicht gerade heute, erwachsen wie unsere glieder, die in einander gelangen. im terrarium unsere bräuche: das singen, das tropische tun im wald voller bäume, die äste um uns gewunden, wachsen gärtner und gärtnerin an ihrer ...
Datum: 23.09.2009 04:13 • Größe: 3.2 MB

für lilly dich loben über wiesen grünen klees will ich dich, doch noch mehr auf diesen lieben. mit dir im weichen moos des sommerschnees der pusteblumen, die du hauchst, ach, liegen. mich tief mit dir in duft'ge erde graben, und schau'n zugleich nach oben, himmelwärts, wo uns die nächte helle lich...
Datum: 07.09.2009 03:47 • Größe: 1.6 MB

für Lilly ?Nur daß die Furcht vor etwas nach dem Tod, Das unentdeckte Land, von des Bezirk Kein Wandrer wiederkehrt, den Willen irrt, Daß wir die Übel, die wir haben, lieber Ertragen als zu unbekannten fliehn.? (Shakespeare, Hamlet) Dass wir auf tönern, schücht'ren Füßen wandeln, macht uns den Weg...
Datum: 04.09.2009 02:51 • Größe: 2.2 MB

für lilly du kommst? du gehst. ich folge deinem schritt als ganz beseelter, immer, immer lieber, als dichter, der dir setzt die heil'ge schrift in deine kästlein, botschaft als kassiber. du weißt's, du sprichst's, wovon mir nächte schwanten, und sendest links mir, uns'rem all. verborgen hast du mi...
Datum: 31.08.2009 01:22 • Größe: 1.8 MB

"donnne", so flüst're ich, ein bisschen dumm geraucht vom kraut aus deinem garten, deinen blüten ausgelaubt. "donna!", singe ich dich an, so du erlaubst, was ich erlaube mir zu raten, wo du die wurzel bist. "do not!", regt es sich zweifelnd, nicht das liebesspiel auf schach zu setzen, dass der kön...
Datum: 25.08.2009 02:21 • Größe: 616.8 KB

für lilly bis an die nagelwurzel aufgeraucht, begrabe ich den stummel tief im sand. gefühl vom end' - ein segelboot, das graut mich an vom horizont, ich geh' an land. geruch aus meeresrausch und räucherfisch klebt frisch an meinen tastverliebten fingern. und unterm handtuch, wo ich lieg', ein tisc...
Datum: 19.08.2009 00:27 • Größe: 1.7 MB

keine kerzen will ich, herzen, keinen reim auf nichts gemacht. wie immer ist das werk zu spät zur nacht in uhren tätig, die keine morgenstunde kennen. kein lustgewinn zu kämpfen, nachmittags um fünf in federsänften vom horizontlicht hinter häusern nachgesonnt. in jener zeltverzögerung, mit der der k...
Datum: 27.12.2008 05:24 • Größe: 25 MB

dass jeder anfang so erschiene wie ein weiterer weg auf dem wege zum ende. dies aus der ermüdung hergebetete "der weg ist das ziel", das umso erstrebter, als es nicht sichtbar ist. die tunnel, an deren "ende kein licht" scheint, seien doch die schönsten, die tiefsten, die mit den tränen im füllhorn...
Datum: 04.12.2008 00:41 • Größe: 2.1 MB

"wer hoffen will, muss sich misstrauen", "was ist armseliger als die ewigen aufbrüche?" - klavki fick dich! noch nie war ich glücklicher. aus mir tropft das vergehen, verbrechen, die unverantwortete liebe. ein bild nur bist du mir, lotte, das bild von dir aus mir ist konstruierte sehnsucht, allnäc...
Datum: 25.09.2008 13:23 • Größe: 2.1 MB

"wer hoffen will, muss sich misstrauen", "was ist armseliger als die ewigen aufbrüche?" - klavki fick dich! noch nie war ich glücklicher. aus mir tropft das vergehen, verbrechen, die unverantwortete liebe. ein bild nur bist du mir, lotte, das bild von dir aus mir ist konstruierte sehnsucht, allnäc...
Datum: 25.09.2008 02:26 • Größe: 2.3 MB

anschalten, ausschalten. mit dem phasenprüfer den strom zum glimmen bringen. provisorium kalter blühlampen: schneeblind. neonröhren, das schatzkästlein der erinnerung hausfreundlich entfachte bahnhöfe, die abfahrten ohne einkünfte. in zimmers innerstem zimmer wird die szene filmsesshaft belichtet....
Datum: 09.04.2008 03:30 • Größe: 8.9 MB

du sangst für mich das lied der ekstase, meine notizen für deinen sopran. du batest von mir, was ich dir abzubitten nie gewagt, denn auf dieser saftigen weide. hier nährt uns der herr wie die lilien auf dem laken und die vögel in der luft, so ackerten wir vögelnd. du warst da, wo ich war, und auc...
Datum: 25.03.2008 02:11 • Größe: 1.6 MB

sturm, stürmer, gestürmt, regen, regnender, erregt. was darf ich sagen von "feuchtgebieten"? etwas über den nabel aus dem sumpf an der straße, nah der kenternden kleingärten, in denen womöglich lustmorde sich ereigneten, oder ein kleiner wichser am waldrand auf sein wäschegestärktes taschentuch schr...
Datum: 01.03.2008 02:53 • Größe: 4.3 MB

1 auf den buckeln der nacht, die schwer schleichen, wie körbeträgerinnen voller kartoffelkraft auf grass' kaschubischen feldern, tastet diese blonde, die hübsche, die mich als kundigen beschreiber mit dem nicknecknacken des halses in ihrer schlinge begrüßt, auf dem klavier nach miles' david: "so w...
Datum: 15.01.2008 04:09 • Größe: 7 MB

sanftmut, gelassenheit und ausdauer, kraft, statt "glaube, liebe, hoffnung" nehm' ich, sinkend, mit in nacht. der strich deines stiftes mit leichtigkeit in all deiner beschwernis, von der er auch schreibt so sanft, gelassen, ausdauernd und kräftig, glaubend, liebend, hoffend. du, mein licht, das a...
Datum: 26.12.2007 05:34 • Größe: 1.3 MB

Drehbuch für ein Gedicht Schneetreiben, es wird zu früh dunkel. Man sieht Flocken wie Sternschnuppen, Einfälle. Inmitten, überblendet, ein Mann, der in seinen Block Notizen rein macht. Vielleicht Abort. Schnee auf seinen Schultern sich sammelnd, Flocken auch auf dem Notizbuch. Ein Fallen. Rückblen...
Datum: 07.11.2007 02:53 • Größe: 3.3 MB

dass die stimmen gerettet werden die sätze nachts dass alles geschriebene das wenige wenigstens dass das gehörte im gedächtnis und das eine lied unser an diesem und jenem tag mit der und der musik dass der augenblick nicht der letzte sei sondern fortgeschrieben fortgeschritten in ein heimweh ein hei...
Datum: 06.10.2007 00:03 • Größe: 1.5 MB

steht seit vorgestern auf dem treppenabsatz zwei stufen bergauf in einer vase, verdurstend ihr wasser, nicht wein. vor der ebbe der worte las ich das googlegerücht, dass der lustschrei bei der empfängnis dem des schmerzes bei der geburt ähnele, weil nach neun monden ?der kleine tod? (so nennt der fr...
Datum: 17.09.2007 01:43 • Größe: 1016 KB

nach vier tagen wieder schmerzfrei und nicht mehr fiebernd frage ich mich, ob es in diesem ding da, dem körper, der ab und an undramatisch, geradezu lakonisch krank wird, so etwas wie ein gedächtnis für durchlittenes gibt, ob sich leid (oder auch nur wehleidigkeit) kumuliert und irgendwannmal als fa...
Datum: 17.09.2007 01:30 • Größe: 2.6 MB

ich glaube den waschmaschinen, dass sich der globus dreht und um eine sonne kreist, nicht zentrum, sondern peripherie der galaxie. ich glaube, dass kühlschränke meine nahrung sachgerecht kühlen, bevor sie mich verzehrt. also kann ich nicht glauben, ich weiß, woran ich glauben kann: an das hinfallen ...
Datum: 05.09.2007 02:47 • Größe: 1.8 MB

text: himmelgrün : ein wittgengestein text: ?die grenzen meiner sprache bedeuten die grenzen meiner welt.? (ludwig wittgenstein) sprecher: ein satz, den man umkehren kann und er bleibt logisch: ?die grenzen meiner welt bedeuten die grenzen meiner sprache.? sprecher: der punkt dazwischen, ein dezi...
Datum: 01.08.2007 01:23 • Größe: 26.6 MB

tanz den crauss in silberfolie folianten schlag die seiten auf und wachse über die ruinen hinaus und tanz den crauss und wirf den silberling am trevibrunnen über die schulter dass er bis nach (...kriegsherde aufzählen...) fliegt und flieht und liebt und siebt tanz den crauss in goldmedaille verrücke...
Datum: 14.07.2007 02:29 • Größe: 1.9 MB

begrüßt sei dieser morgen mir so weh und ach, dir dürres zu besorgen, das mich schüchterner entfacht. heut? ist sieben-sieben-sieben, auf einen streich lebendiges zu lieben wie den froschgekrönten laich. dass keinen sommer macht die eine schwalbe, dass erst im herbst die nacht wird wieder tages halb...
Datum: 07.07.2007 05:07 • Größe: 553.7 KB

auf unseren gräbern werden häuser gebaut werden, in deren schlafzimmern wir werden ausruhen dürfen, nachdem wir dort den seltenen sex gehabt haben werden: lieg? ich, hab? ich linderung. erst im futur zwei leckt die hoffnung schöne füße, dass selbst in der zukunft gewesenes gegangen sein wird. vor un...
Datum: 16.06.2007 01:26 • Größe: 1.1 MB

alter mann kommt heim, die angel längst im schrank und am eigenen haken in den kimmen und kiemen zuckend nächtlich das fleisch, das schwächer ist, bekanntlich, als die sieben geißlein und ihr wolf. alter mann kommt heim, war nie weg gewesen, weshalb auch niemand der rückkunft, des drehens des schlüs...
Datum: 12.06.2007 00:20 • Größe: 613.4 KB

Input | oUtput | das u oder i das ich mir als x vormache | vorsatz der verschreibkunst | a.k.a. leben a.k.a. S.n.D.n.R.n.R. | sex'n'drugs 'n?rock'n'roll pickup pee als also knochen-known as | ass | of the whole zunge in zinnen | deinen zimmern das korn als popo | im kino das der kinetische papa er...
Datum: 06.05.2007 01:50 • Größe: 2.8 MB

detonation | implosion | kammer flimmerkiste | flimmerhärchen | amöbel | geißel amorph | bassetthorn | mozart, erste takte ich hatt? einen kameraden | trauer auf büttenpapier kursiv | rekursion, reduktion, reaktion dekomposition induktion vs. revolution | antidepressiva vs. stupor nachts, schwei...
Datum: 30.04.2007 22:40 • Größe: 1.6 MB

unterwegs in konserven netzt erinnerung: ach, ihr frauen, die ihr ... ... ach, diese relativsatzplätte ... mit sanften stimmen saust, nicht säuselt, in mein ohr, mein herz und das darunter, wo ich pulsbeschleunigt lausche euch, ihr frauen, ihr waisen, ihr erogen verzonten auch, wenn ihr euch reckt...
Datum: 16.04.2007 01:44 • Größe: 1.1 MB

aus fertigteilen der vergangenheit entsteht die neue heimat: als verheißung und fluch. denn unfertig ziehe ich in die verfertigung ein, atem- und heimatloser aus prinzip. der beton fließt zwischen schießscharten gewandelter thisbe-wand, der mauerbau, wo niemand eine mauer bauen wollte. außer der ...
Datum: 30.03.2007 01:30 • Größe: 581.4 KB

frühlingstag bitter, unsanft die bilder, unbehaust die blüten im wind. ein geruch, der nachts nach nichts riecht, nur vorzeitiger verwesung, unerfüllten, unsanften bildern, unbehausten schnecken im gehäuse: die fühler gereckt gen himmel, nach dem wetter, das soundso ist, so wie wir und (schl)imme...
Datum: 17.03.2007 05:35 • Größe: 1.8 MB

er faltet nicht die nacht, kein papierstroh, er folgt flügelnd bis fühlend ihren runzligen fal[t/l]en. er wird nicht mehr, bevor sowas auch noch graut, das morgen hieße ? oder aben[d]teuer? dass du nicht genitiefen und nicht partizipieren sollst, dass du dich bescheidest, nachtgefallen in scherben...
Datum: 25.02.2007 02:15 • Größe: 341.9 KB

Was wir sind, sind wir von links, da, wo das Herz sitzt. Es sitzt nicht, es schlägt. Und das ist sein Manko, dass es weiter macht, wo wir gar nicht mehr weiter machen, wo wir es verraten, wo wir verharren. Verharren in der Verkapselung dessen, was Herz ist. Was ist Herz, Hirn? Herz ist, Hirn ist, g...
Datum: 03.02.2007 04:08 • Größe: 1.9 MB

nachts gratuliere ich mir selbst, dass ich so lange durchgehalten habe (obwohl ja nichts auszuhalten gewesen war, dem ich nicht selbst die fehlerhafte ursache gewesen bin). dass die schafe noch weiden, der hirte seinen stab noch in der dem kampf (weil das so ein rot martialisches wort ist) verschrie...
Datum: 17.01.2007 02:43 • Größe: 3.2 MB

?Öawer to Moder mutt wi alle warn, to Moder ..., to Moder ...? Dabei sieht er gar nicht dürr aus, eher zu prall für dieses Leben, fett ausgebaut die Straßen zum Staub. Vor ihm die Schlachtplatte, ein jüngstes Gericht, das Achtung verdient, vor dem man aufsteht, bevor man auf die Knie des reuigen Sün...
Datum: 19.12.2006 05:05 • Größe: 8.7 MB

der tod ? wäre nicht ? denn nur ein licht. das licht ... wenn er des todes wär? und machte ?ne szene dir, er wäre tragödie hier: geschlechtsverkehr. wie du ihn verführst, sensefrau, den senser aus seinem bau. du wanderst, wie er anders ist. er wünscht sich dich und wär? allein dein verblichenes ...
Datum: 05.12.2006 03:47 • Größe: 2.4 MB

wärest du dichter, du bliebest allein deinem vers als gleichung der reim, du dichtest, was flüchtiger ist als ein heim, schriebest den fenstern die gitter noch ein. säg sie mit eiserner feile, dem wort, feil an ihm und erfind ihm den ort, den buchstab? fälle und wisch ihn hinfort von tafeln allhier...
Datum: 02.12.2006 03:14 • Größe: 2.3 MB

so nimm denn / auf den knien vor dir / zugewandten, wissenden nicht / aber glaubenden / liebenden / hoffenden / so großen worten sich verkleinernd zugetanen / anheischigen / die hybris in jedem schritt / und die hyperbeln in hyperlinks. als wäre / ist jede erinnerung / fotocopyandpaste / spieglei...
Datum: 20.11.2006 02:33 • Größe: 1023.3 KB

das tägliche leben, ach weh ist?s und schüchtern verdüstertes streben. das tägliche, nächtliche, welches sich fänge in heimat. das tägliche, sänge es nur nicht so sehr aus verlorener nacht dem sänger vor allem sein eigenst gesungenes lied. es bliebe vergänglich, verstorben, noch eh? es verzogen gel...
Datum: 15.11.2006 04:29 • Größe: 865.9 KB

schautest du zweifelnd mich an, wo ich falle ins fallen der welt, sähest du jüngst mich, den bittenden auf deinen knien. schüchternen, der sich an selbige schmiegt, sie zu lieben, sich hält eben auch diesem bereit, selbst dem singen zu flieh?n. sänkest du solchem auf selbige hin, du würdest noch st...
Datum: 14.11.2006 02:58 • Größe: 1 MB

ich versich?re, dass alles am ende des tages in ordnung sein wird, verwendung der messer und gabeln und löffel: dies nur in verwendetem sinn, das wesen bestecklicher zwietracht in einiges zwirnend verbandelt, die not also nicht aus verborgenen schachteln ins heute verwandelt. sicher, ich weiß nicht...
Datum: 09.11.2006 22:03 • Größe: 1.3 MB

und im zweifel haben wir den eispickel aus gutem grund im schädel, wir, die wir nicht wir wären, denn als gespaltene, mauergeblümte, aschengebachte pächter verkäuflicher schollen, die nackten sohlen im sand statt auf dem pflaster über der wunde, die heißt stirn. die heißt bieten, die heißt: fau...
Datum: 03.11.2006 04:27 • Größe: 436.8 KB

47) trotzki
Datum: 03.11.2006 04:11 • Größe: 54.1 KB

der dschungel der metropole trifft auf den urwald des ichs. das blatt fällt, blutig errötend, nicht weit von seinem stamm. wir singen, wie wir liebten, wir dichten, was wir betörten, als immer noch sein. wir sind virtuelle vexierer, wichser, sucker am schaft mit der hand, die eben noch (sch)rieb, ...
Datum: 31.10.2006 00:04 • Größe: 930.6 KB

... zu sein, statt zu fragen, fühlen, statt zu wissen, schon. was ist, ist nicht, wird erstmal noch sein. allgemeinparadeplätze der sieger, die die verlierer sind, weil die letzten, die ersten und biblisch und so weiter. irgendwo da finden wir uns wieder, letztere und erste, das sein sinnlichend...
Datum: 29.10.2006 03:40 • Größe: 521.5 KB

der blätterfall jetzt sichtbar, hörbar das pochen meines herzens darin, ein rhythmus des vergehens und weitergehens, wohin, ich weiß noch nicht, und weiße wissend mich als clown mit rosa nase, rot mein lippenstift, blass wie blätter des darauf geschriebenen. an der baustelle baggern sie die erde a...
Datum: 27.10.2006 01:58 • Größe: 1.2 MB

wie ikarus als phönix die aschenen flügel spreizte, so sollen wir sein: flügellos fliehende. immerhin ist es die sonne, die ikarus stürzen ließ, das wachs(tum) seiner knieenden kerze schmolz im feuer. am rande der welt ist der schlamm nur ein geologisches phänomen, ein amorphes des seins, das auf...
Datum: 24.10.2006 01:39 • Größe: 636.3 KB

das herz muss nach außen, es müsste pumpe sein ins hier, nicht nur jetzt da draußen, wo es innen ist bloß ein gespür. es muss pochen, sagst du, wie es jetzt schon zwischen zwei zeilen die zwetschge ist, ein virus und der wurm drin, mit pfeilen, die müssen aus dem köcher, ihrer sendung bewusst, hie...
Datum: 22.10.2006 04:10 • Größe: 721 KB

als würden an diesen immer wieder gegangenen wegen gefühle wie abgerissene plakate kleben, geh? ich an allen tagen durch selbige straßen. als schriebe sich jahreszeit ihnen als déjà-vu ein ins unabänderliche innen, nach außen gekehrt in alle alleen, wo jetzt die blätter wehen wie früher schon als ...
Datum: 21.10.2006 00:39 • Größe: 511.5 KB

13 verzeih den versen ihren strom ins nirgendster als nichts, dem fluss die breite, über die die königskinder dem märchen nicht entspringen, nur um ihr leben schwimmen und verschwinden im schluchzen zwischen zeilen. begründe nichts, wo wir so grundlos gründen unser haus auf abgründen: zu viel ?gru...
Datum: 15.10.2006 02:38 • Größe: 1.5 MB

12 weich, dieser herbst, weich, fällt mir einfältig dies einfache wort ein: die edle einfalt und stille xxl-größe der wuchernden hagebutten im unterhölzigen gesträuch neben gestrauchelten, die an der kirchenmauer (gegenüber) ihren abermals abendmahlswein verkannten vergessens trinken. weich, diese...
Datum: 14.10.2006 01:33 • Größe: 865.8 KB

10 im hof tanzen die kinder himmel und hölle. kaum einen steinwurf von der knospe fault schon die frucht sich aufbäumend vom ast zur erde, kastanieneisprung, das eisen in den hainen. denn die widersprüche sind die hoffnungen, brecht den kommenden stürmen, lebendiges fürchtende, euer rad, auf das i...
Datum: 05.10.2006 01:55 • Größe: 16.6 MB

8 neulich mal wieder existenzialismus gesoffen: geworfen sein als zerwürfnis von seele und projektilen und klang und krank und zerwühlt die haare im geküssten kissen nicht erst am morgen. die lippen am finger des abzugs, die mündung im mund, verdunklung im schlund des gewürmten gewürges an allem, ...
Datum: 27.09.2006 00:51 • Größe: 10.7 MB

1 verschwisterte momente, gleichzeitigkeit, raumversessene in den löchern aus nacht. letzter moment vor dem davor, eine danachmaschine, ein leuchtwerk aus nichts. das sind die gedankentürme, die himmelwachsen wie der herbst aus einem morgen vor dem gestern, verziehen, verspielt, voran gehend wie p...
Datum: 15.09.2006 11:50 • Größe: 12.3 MB

lese in der zeitung heute nach, was ich ihr vorgestern voraus eilend einbeschrieb, und denke nachts übertäglicht: ach ja, so geht das ... dass der text mein hirte ist, dass ich seinen generalstäben trauen darf. und friedlich weiden. und bin mit mir eins, dass auch kritik kunst ist. auch kunst, wen...
Datum: 08.09.2006 01:21 • Größe: 599.9 KB

||: vom kommen und gehen des nusslichts | tief in die verschalung | geschälte kartoffeln | geschälte kartoffeln || eine wucht in tüten | ein kurvenkaspers hausierer | etwas bauchlädnerisches || das schreiben ist ein bericht vom schreiben | schwerelos zweihäusig | schwertlos reihenhäusig || das weihe...
Datum: 06.09.2006 00:34 • Größe: 1.5 MB

wachet auf! ruft uns nicht die stimme des sonntagsglöckners vom notre waisenhof um 10, sondern noch morgengrauender weit davor das fletschen des fensters, wenn es zahnlos ins schloss fällt oder weht. plötzliche stille. wiederaufergehen im zuletzt veranstalteten traum: wachet auf! singt es darin, ruf...
Datum: 04.09.2006 01:38 • Größe: 3.6 MB

rock?n?roll ist, wenn du trotzdem aufstampfst, wenn auch trotziges kind immer noch. rock?n?roll ist, wenn du saiten schlägst, wenn du auch nicht gitarre spielen kannst. rock?n?roll ist, wenn du das wenn auch wenn schon doch nicht auf gitarren verdampfst.
Datum: 31.08.2006 01:35 • Größe: 843.5 KB

schwarzer vogel, der du mich begleitest, toter sang in meinen tiefen gräben, es wäre nurmehr der, den du geleitest und sängest ihm dies lied verlustes wegen. lebendig ist der tod, der mich berückte, und hell ist nacht am düst?ren kuss, gelipptem. was mich dem dasein immer noch verzückte, wär? nur g...
Datum: 26.08.2006 03:26 • Größe: 16.2 MB

schwarzer vogel, der du mich begleitest, toter sang in meinen tiefen gräben, es wäre nurmehr der, den du geleitest und sängest ihm dies lied verlustes wegen. lebendig ist der tod, der mich berückte, und hell ist nacht am düst?ren kuss, gelipptem. was mich dem dasein immer noch verzückte, wär? nur g...
Datum: 26.08.2006 03:24 • Größe: 34.6 KB

und der regen fällt die bäume wie ein weiteres gedicht. und die schafe legen sich die wiesen zurecht als graues bett. und die blüten brüten eier aus, die erste nebelfrucht. und der sommer schweigt von weit vom schweigen solcher weiten.
Datum: 25.08.2006 23:53 • Größe: 272 KB

denn wir sind alle GOttes und also uns?re hand. und fest, genau so deutet des tintens flecken an der wand: als anno und auch dazumal, als jetzt und nochmal nimmer ... kein nachwort, das so wahr, vermietet uns ein zimmer. wir gehen aus, wir gehen ein, wir fühl?n uns aus und sind doch sein. wir züc...
Datum: 25.08.2006 00:16 • Größe: 631.1 KB

der weinbesprenkte dichter stiehlt sich heim zur liebsten kopf- geschüttelten, ergreift die hand, die er dem vater ihrer abgeborgt einstmals nicht mal. ein zettelträumer, der der milch nach ihrem rahmen geht, die brust in tüten, herz rot-weiß. die schwere sahne in des tintgefüllten füllers feder ...
Datum: 19.08.2006 01:17 • Größe: 516.6 KB

äßen wir astern, kippten die kähne unserer schwanengesangsstaue da aus, wo es keine gibt, wo keine aster äschert, nur das tangpflanzende der meerschaumpfeifen seebadbäriger kapitäne, die wir anfeuchten wie klabautermännlein elmsfeuernd tun, die mastspritzen gereckt, wären wir nicht sitzende am ba...
Datum: 18.08.2006 00:34 • Größe: 501.6 KB

unter den himmeln ist die irdene verdunklung. nicht dass ich letzterer das wort reden wollte, ich dichte es ihr an als wolkenloser, nein, -schwerer und händler derselben im aldi der lidllichen reime, die ich also vermeide, wenn ich meine mich ? nein, vermine. wenn ich also vermiede, zu schnell zum...
Datum: 12.08.2006 02:23 • Größe: 850.8 KB

gottfried benn: kleine aster Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster zwischen die Zähne geklemmt. Als ich von der Brust aus unter der Haut mit einem langen Messer Zunge und Gaumen herausschnitt, muss ich sie angestoßen haben, denn sie ...
Datum: 10.08.2006 00:02 • Größe: 496.5 KB

am dürren dürsten ist am allerschönsten, dass es noch nicht und nimmer ist zu stillen. das ist es, was asketen und entwöhnten wär? jenseits lust darin der himmlisch? willen. die wasser fließen und der regen fällt. das trocknen zu begießen und die welt, wär? schüchterner als immer noch begehren, dem...
Datum: 05.08.2006 01:06 • Größe: 631.1 KB

wer ist dem land der schlächter eingeboren, dem, das euch schlimmste leiden zugefügt, der wäre einer dieser weisen toren, der israel mit jedem rat belügt. und dennoch, wie ihr jetzt die dörfer bombt, von denen aus die angst euch irre leitet, in die ihr brudermordend grausam kommt, wird nicht beende...
Datum: 30.07.2006 19:01 • Größe: 546.4 KB

das schüttere, das dürre, die hoffnung, nicht die pracht, das unkraut, nicht die myrrhe, und was geweint, doch nicht gelacht. die hütten, nicht paläste, der flüchtling, nicht das haus, nach mitternacht die feste und statt des glücks der graus. das schwarze, nicht das weiße, der bräutigam und nicht...
Datum: 24.07.2006 00:08 • Größe: 865.8 KB

vergessen, der letzte sommer, die lilien auf dem felde, die vögel in der luft. nicht säen, nur ernten das seidige jetzt! den alten herrn ernähren sie doch. durch die nacht am quai vergessener abschiede singt eine soulsängerin ihre tunes, wir erinnern die houston, die franklin und sind die benjami...
Datum: 17.07.2006 22:59 • Größe: 786 KB

sich regen im regnen der region aus nacht. nur ein paar tropfen aus den tränen, vom hopfen angefacht. nur ein lächeln dieser nacht aus sommerseid?gem, wie du es breitest über mund und aug? an auen mir im rund der unverzichteten antastbarkeit. auf dem balkon ist keine linderung, noch früh das th...
Datum: 07.07.2006 03:07 • Größe: 1.2 MB

sonne, mond und steine der mond über soso ..., still scheint sein raunen, den honigmund zum staunen geschürzt errötend loh zwischen zweiges hainen roter hagebutten, die säuseln mit den putten das sommerlied aus steinen. die nacht will gar nicht kommen, der mond verharrt am horizont als hätt? er...
Datum: 05.07.2006 01:17 • Größe: 26.2 KB

?ströme reißen mich nur mit, keiner bin ich?, schrieb ich einst selbdritt mit mir und mir allein als bit, nicht bytes, den weißen, finster jeder tritt in mein nicht nur mich. ein rinnsal sein fernab vom strom, noch besser dessen quelle eines home sweet home in splendid einzelzelle und allein, all...
Datum: 23.06.2006 01:07 • Größe: 1 MB

und die nacht, das leise schleichen dessen, der die wacht gepachtet von den leichen. und der tag, die stund? danach, ein etwas, das ich wag? und trau?re nicht, doch sprach wie eben beides zählte mir die stund? um stunde, die des leibes, leis? aus meinem mund. und die nacht, die naht im schacht, d...
Datum: 13.06.2006 02:28 • Größe: 3.6 MB

ein versuch, ?das geht so nicht?, weil es genau so geht: auf dem bürgersteig der straße zur kasse: wir bezahlen täglich mit unserem leben. mit unserem weben, mit unserem ... mit dem versuch, der versuchung insofern zu widerstehen, als dass wir wiedererstehen lassen ... das wort, steht jetzt so a...
Datum: 07.06.2006 01:34 • Größe: 7 MB

der dichter spricht, er schreibt nicht, er schweigt ... rückwärts. vorwärts ist rückwärts, denn dass am anfang das wort war, ist keine verheißung. es ist nur die stimme, die eine unter vielen, die verfielen, dem baby babylon. ?ja, ich weiß, woher ich stamme?: aus dem schweigen ?in die ordnung der...
Datum: 03.06.2006 01:42 • Größe: 10.7 MB

wie die lilien just like lillies erblüh?n am bloom?s day durch die stadt und ihre straßen, wie die lieb? zergiebelt, ach, floralanal. wie die lilien, don?t like lillies, verwelken auf den gräbern einer stadt und ihrer strafen, blutzergrübelt kollossal. wie die lilien ? won?t you, lilly? mary had...
Datum: 25.05.2006 01:24 • Größe: 729.4 KB

john dowland ... come again: sweet love doth now invite, thy graces that refrain, to do me due delight, to see, to hear, to touch, to kiss, to die with thee again in sweetest sympathy. come again: that i may cease to mourn, through thy unkind disdain: for now left and forlorn, i sit, i sigh, i wee...
Datum: 18.05.2006 03:53 • Größe: 2.2 MB

Leda & the swan debütierten in der Schaubude. Kiel ? ?Und warum heißt ihr ausgerechnet Leda & the swan?? Henrik Drüner, Keyboarder von Kiels jüngster Combo, weiß es nicht: ?Da musst du Hase fragen.? Aber Jan ?Hase? Mielke ölt gerade jägermeisternd sein markantes Sing-Organ, das sowohl etwas von Elv...
Datum: 12.05.2006 02:38 • Größe: 5.1 MB

blaue bänder durch die lüfte und so weiter ... und ein kerl steht achtern an den rudern durch die nächte wie ein knecht. blaue ränder um die augen, denen brille rosa schönes aug? gemacht: das ist der erste rote mai, heraus dazu ein letztes mal! laue länger, achte nicht den lala-lärm, erinn?re dich...
Datum: 01.05.2006 00:31 • Größe: 861.2 KB

in innen drin deiner wunde bin ich die ausweitung der freude und hasch außen drum aus zucker der zuckung auf lebenszeit verzichtet auf undsoweiter an ihren fürchten sollt ihr sie erkennen angst heil und butt der heilung denn die heiligen sind die die man nicht kennt und wären satt und ertrunken in...
Datum: 27.04.2006 23:56 • Größe: 641.8 KB

such mich mit dem mikroskop und mit dem teleskop, bin mir nah und fern - zu gern - als misanthrop. will wissen, wer ich war, und bin mir auf der spur der schafe und der schar. und bin doch nicht, weil nur ?nichts niemand nirgends nie? and not for me schlägt mir das herz in meiner ausgespannten brust...
Datum: 26.04.2006 00:15 • Größe: 11.6 MB

blogster, napster und der podster, wir sind vernetzte, bis wir spinnen, ob nicht auch kafka, gott und oster ins kreuzverirrte k.dot.com verrinnen. wir waren die, die mit bananen als verbogenes begrüßungsgelb, das anno dazumal versandten den schamanen, die uns replyten das verwüstungsgeld. solch? l...
Datum: 16.04.2006 02:56 • Größe: 1.9 MB

Mike Godyla und sein Dottore klampften liederlich in der Schaubude. Kiel ? Schaubude, 22 Uhr 15, gähnende Leere. Mike Godyla greift dennoch zum Gitarren-Bass und Kollege Stefan Janzik, genannt ?der Doktor? oder auch zärtlicher ?Dottore?, zur Akustischen. Denn dass Kiel nicht gerockt werden will, kü...
Datum: 12.04.2006 02:17 • Größe: 5.3 MB

(musik: j.s.bach (wohltemperiertes clavier, praeludium vi, d.moll), text: ögyr) kalter, silber.grauer trommel.hammer, klopfst mit mono.chronem jammer an des kopfes blut.gebleichte seelen.lose, sonst getroste scherz.beleichte denker.stirn. das pendel jagt sekunden durch des schädel.daches schirm. s...
Datum: 11.04.2006 23:06 • Größe: 1.5 MB

von dem vögeln ist zu vermelden, dass den bälgen zum blasen falsch der kasus steht nach balz dativisch und nicht akku-sa-tief gefistet und gelistet schief, wenn von den vögeln singt?s vom vögeln, vom nest und der beschmutzung, wenn der rest sinkt nach benutzung so matt und auch beflissen in seine ki...
Datum: 11.04.2006 22:39 • Größe: 507.4 KB

es war einmal, als auf der seite lag mein prachtbettchen. so auf der seite wie ein kenterndes schiffchen, mit einander tröstenden matrosen an deck, die nach haltbar strohgehalmtem greifen, wenn den glühdirnen im kesselraum das licht ausgeht, weil sie sich heimlich mit einem torpedo statt einer turbi...
Datum: 11.04.2006 22:31 • Größe: 2.5 MB

ein frühes flöten aus dem ersten schein am nachmittag aus licht, zitronen blüh?n am dörrfleisch, das der winter weißte, rein wie engel, die sich aus den knospen müh?n als übende auf ihren leisen lyren im probenraum des möglichen im sein. du siehst es nicht und hörst es nicht, nur spüren kannst du?s...
Datum: 11.04.2006 20:02 • Größe: 1.2 MB

drinnen die kartoffel, das kraut und die zitrone, die zutat für?s gehoffe auf erdbeer und zabaione. draußen der wald der bunten blätter, sehnend, dass bald verwechsle unser wetter. draußen und drinnen, der fisch in der pfanne, würd? er erschwimmen, was ich mir verbanne? drinnen und draußen, das k...
Datum: 11.04.2006 19:44 • Größe: 6.6 MB