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pod.poems, gedichte von ögyr vertont und bebildert.
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das jahr, es war kein gutes nicht
und doch das beste uns'res seins:
indem wir lernten, welch' gewicht
es dem hat, welcher hatte dies statt keins.
der beste tag in uns'rem leben,
selbst wenn er traurig war und krank,
ist der, der eben erst gewesen,
nicht einem nächsten morgen erst entlang.
dies ahn...
Datum: 17.12.2011 08:10 •
Größe: 5.8 MB
dies leise, das aus blättern zarter wispert
als fielen sie dem letzten grund entgegen,
der faltet sich in das, was er erzittert
und wo ihm jenes fällt in schoß verwegen,
ein fall von nur vier tönen in d-moll,
sein ausverwandtes schüchtern eingemeindet
in welches, dem er seinen alten zoll
gezahlt de...
Datum: 04.12.2011 08:59 •
Größe: 4.7 MB
mein schreib- und hustgeräusch an
sprache, hastig wie AMENausatmen,
im lauf, in stimme
und choral, der uns gesungen.
mein harsches hasten durch den TEXT,
sündig der ERLÖSUNG entgegen
gewandet, SPRECHEN am grab,
den toten unter irdischem,
ein wispern, und schüchtern
die sprache am eck der
kurzen we...
Datum: 18.11.2011 03:47 •
Größe: 9.3 MB
wo mein herze dir ist nicht,
werd? ich dir gefallen,
wo aus deinen lippen spricht,
wäre hinverschallen.
du bist mir mein letztes licht,
warst, wo ich in allem
lichtern bin in deiner pflicht,
armer deinen hallen.
g'richtet nur auf dich und mich,
ewig lieben, wo du bist,
will ich sein dein art'ger w...
Datum: 14.11.2011 09:03 •
Größe: 2.9 MB
oh, herr! weil für dein himmelreich ich bin
nicht zugeständig - platon an die front!
der solcher ist, dem glaube ein gewinn
und weiß noch nicht, was ihm gewähren konnt'
aus jenem eck' der kirche, wo sein singen
uns ward verschwinden in die wilden ecken,
ein leicht verzichten aus den engelsschwingen...
Datum: 14.11.2011 03:46 •
Größe: 8 MB
tags sonnen wir uns nächtens das gewitter,
als wären wir die durchgeschwitzten.
wir gehen durch die tage schütter
und sind des nachts die so gewitzten:
die dichtenden der nacht
über dieses ding des übersommerns,
wir sündige auf wirrer wacht,
die leiser leidenden des kommens.
wir wissen schon, dass...
Datum: 25.08.2011 01:05 •
Größe: 3.4 MB
ich hatt' einen kameraden,
der war nurmehr mein ich.
die kamera verzichtet,
wo ich gefunden dich
als fremdelnder belichtet.
ein lichten kam geflogen,
gilt's ihm, dem selben dir?
ihn hat's auf seine füße
noch hingestellt, dass wir
uns wiederfinden in der wüste.
so würd' ich dir die hände reichen
un...
Datum: 17.08.2011 01:15 •
Größe: 1.3 MB
// hinter fenstern, undurchsichtig / geh' ich auf und ab / nackt, bin die entblößung / in alleinheit. und / schwarte sanft an meinem sex. // hinter türen sind mir diese offen / für verschwiegen schneckiges. / hier bin ich nackt, hier bin ich sch[w]ein / und trüffle darob tief im unter- / grund der h...
Datum: 12.08.2011 02:14 •
Größe: 1.9 MB
die füße im marsch der ballerinen,
das trunkene, das (fast nackt)
auf einem sommerabendweg geht,
erhö[h/r]t die seidigen stimmen
der mädchen, wenn es nacht wird,
ein erdbeeriges erdbeben
der sehnsucht, ein flüchtiger
fluch, ein einverstanden.
ein sonnenuntergehen unter starkstromdrähten,
ins GEG...
Datum: 08.08.2011 02:32 •
Größe: 5.2 MB
kurz vor sch(l)uss
41 (110601 2:57)
schluss war nun endlich, den reim zu zerreiben,
dichtung in kug'ligem lager zu weiden
und sand ins getriebe
zu streuen der liebe
zum selbst und mich unter demselben zu scheiden.
duftend auch schien mir manch' süßliche rose,
pathos nach harz eines herz' in der h...
Datum: 01.06.2011 01:35 •
Größe: 1.5 MB
25 (110506 2:52)
sprache selbst du
selbst da, wo es mancher nicht sieht - aber zuweilen schon hört,
singt es und schaut aus den nächten in stirnen und mehr noch in seelen.
von ferne die nähe schon sichtbar, bleibt sie, was einst sie zerstört:
das erste und letzte gebot aller sprache: du sollst nic...
Datum: 06.05.2011 02:39 •
Größe: 2.1 MB
denn "nicht umsonst ich fragte, was Sie unter
der begräbnisstätte meinten", was
das wäre, das als leuchtturm schiene wunder
und würde grab geworden sterbend hass
aufs wort, das in den nächten war so trunken,
dass nicht genannt es, nur ein aderlass,
ein sehnen in den art'gen sturz gesunken,
zum über...
Datum: 09.12.2010 07:43 •
Größe: 1.4 MB
und nach den räuschen bist du wieder hier,
mein flüsterwort, mein unscheinbarer acker.
und betest ruhe und verständnis mir,
schlägst dich durch meinen tränend' schiffbruch wacker.
dir sei mein lied gesungen, meinem wort,
ein lobgesang, die hymne, symphonie!
denn du, mein dichterwort, bist niemals f...
Datum: 07.12.2010 03:04 •
Größe: 1.5 MB
"Tollite hostias, et adorate Dominum in atrio sancto ejus." (Psalm 96)
Spätnachmittags in der St. Nikolai-Kirche Saint-Saëns' "Oratorio de Noël". Presseplätze ziemlich nah dran. Schaue in die singenden Münder der Solisten und auf die Finger der Streicher und der Harfenistin. Sehe Musik. Und bin dau...
Datum: 07.12.2010 00:24 •
Größe: 2.6 MB
das hemd mir näher als die hose. schwarz
sind beide, "man in black" sei das panier,
nicht farben tragend, aber durch sich schlagend,
durchs dickicht, welchem wort schon innewohnt
das ich: ein schacht, ein korb, ein kohlenharz,
auf das sich spannt ein tuch, bedeckt das tier,
sich aus dem eigenbau, d...
Datum: 18.11.2010 03:35 •
Größe: 919.8 KB
was ist die endlichkeit? ein sagen, trautes
wagen auch, ein immer wieder gehen
ans ende einer zeit: gedichtdurchschautes,
das stürmt und drängt nicht, doch wird daraus wehen.
mein ruf heißt "endlich!", endlich bin ich wieder
widrig und der kasper im theater,
ein clown, mein narr, ein endlich versve...
Datum: 26.10.2010 03:33 •
Größe: 1.5 MB
die winterjacke ist zurück, verschlafen ...
noch: ein schrankgeruch, ein leichenduft.
als wir im letzten herbst uns liebten, trafen
hände sich in ihrer taschen kluft.
ein feuerzeug, sein gas nicht mehr entflammbar,
zum kauen, kaum mehr, gummi, ausgetrocknet,
der leichenschmaus von damals, als das "...
Datum: 21.10.2010 05:09 •
Größe: 1.4 MB
unter die decke, betaute, in stille geschlüpft,
vertrauter der nacht als verschummert belichteter tage,
wie plumpsack geht um und in himmel und hölle zerhüpft
legten sich tanzende füße auf gittrige trage.
wolkenverdunkelte, lastende trägheitsmomente,
auf anderem dach von antennengefinger gespießt:
...
Datum: 06.10.2010 03:38 •
Größe: 1.4 MB
denn ein geschrei geht von den flüggen möwen
wie frauen, wenn sie beineweit sich spreiten.
ein hauch geht über grün vergilbte höhen
und stürmt an mädchenmauern wie die heiden.
ein sinken in den engen brunnenspalt
und flügeln über anderen gerüchen.
wer hier sein dampfend ross hat ausgestallt,
ist be...
Datum: 01.10.2010 04:02 •
Größe: 1.3 MB
Mein Liebchen reist nach Prag. Ich bleibe hier
und lausche Klavkikafka, wie er singt:
Das Dürre, das der Golem sprach zu mir,
versinkt wie aufgeschienen unbedingt.
Mein Liebchen reiste nach Berlin, zu singen
den Städten, groß, auch meinen Sehnsuchtssang,
das Süchtige verlass'ner Straßen. Drinnen
wa...
Datum: 17.08.2010 06:59 •
Größe: 2.6 MB
dass du mich beschirmest, dichte ich
dir aus der zeit der sommer, wo mir schirme,
weil ob trocknung nicht vorhanden, schlicht
ins nichts gespannte sind, bloß stab. verwirre
mich doch nicht, und lass uns leiser regnen.
spürst du die tropfen tränen in den see,
uns trennen schneller als gewagt verwege...
Datum: 10.08.2010 04:46 •
Größe: 1.7 MB
nicht raus aus mir, verloren: sinn ist das.
der rede stern ist jetzt am untergang
und fragt mich nicht mehr: was war vor dem was?
doch mutig pocht mein herz dem gegenan.
die zwischenzeit an jedem morgen, wenn
erwacht, ist wieder ende, neu gesang:
aus traum gespurt der weg, wohin ich renn'
und schle...
Datum: 30.07.2010 23:48 •
Größe: 1.5 MB
manchmal nur ein wort, das zugefallen
und die tür geöffnet, die kein schloss
hat eh, nur knarrend, flüsternd solches schallen
wiederhallt, wo's aus mir in mich floss.
manchmal doch ein satz, der konstruierte,
ein wehend, flüchtig, huschendes gebilde,
buchstäblich buchzerstoben: das zerwiehrte
des g...
Datum: 26.06.2010 04:33 •
Größe: 1.3 MB
Von Stille kann kaum die Rede sein. Schrilles Tröten weckt den, der wie Mao "nie vor Mittag aufsteht" (die Tatsache des erst spät Aufstehens wurde neulich in der Dokureihe "Die großen Diktatoren" auf Phoenix dem Genossen Mao angelastet. Freilich, auch kulturrevolutionäre Massenmörder werden erst nac...
Datum: 19.06.2010 03:06 •
Größe: 1.9 MB
Sing, sing, Vögelein,
es ist Nacht,
und die Galle grünt schon schwarz
dem Nest entgegen.
Schlaf, schlaf, Vögelein,
es ist Tag,
und die Sonne scheint so kühl
an Maiens Himmeln.
Sag, sag, Vögelein:
Wer sang dir
dieses Lied vom Winterschrein
so fern dem Lenz?
Flüster, wisper, Vögelein,
jenem Dichter...
Datum: 25.05.2010 04:31 •
Größe: 1.4 MB
punktpunkt, mond und sterne aus der ferne
nah geholt beschaut, wie punktpunktkomma-
strich auch mein gesicht gezeichnet, kerne
aus dem apfel schält, von röhr'nder honda
nur fast gestreift auf dem nachhauseweg.
der unfall lag so nah an erstem tag
des frühlings, dem die sonne noch so schräg
am abend ...
Datum: 18.05.2010 03:16 •
Größe: 699.7 KB
(für lilly)
das sagen, hören und zuerst empfinden,
noch nicht der text. sein ungetreuer hirte
wird wege durch die dichtung sich erschwindeln,
wo wir uns eingestanden, was verwirrte.
ein jedes wort ist vor dem schall schon lüge,
auch dieser vers vielleicht nur illusion.
ich singe nicht, ich dichte ...
Datum: 29.04.2010 03:00 •
Größe: 1.5 MB
Gegen Abend gesundet weiter in die Nacht mit Layout der Klavkischen "gelben Hefte" ("In der Zone des Augenblicks"). Selbst verdorrend, aufblühend an diesem Textminiaturenuniversum. Nochmal reingehört in die Lesungen im Literaturtelefon. Die versunkene Stimme des Freundes. Jetzt, nach einem Jahr, kan...
Datum: 12.04.2010 01:46 •
Größe: 798.6 KB
Gedichtfragment noch aufgewacht am frühen Morgen, trunken:
--- snip! ---
dem ersten
das letzte ist dem ersten doch zuvor,
ihm klingen seine glieder.
wenn du es gut machst,
wird man gar nichts (an)sehen.
das siehst du,
hörst in dir die berührung.
das geräusch der brechung,
brandung, scheiternde...
Datum: 26.03.2010 00:56 •
Größe: 1.6 MB
Am zweiten Tage spannt man einen verjährten Film der Röntgen-Kamera aus. Das Material der Dichter hat das Haltbarkeitsdatum überschritten. "Best before" ist längst verstrichen, doch das Zelluloid ist haltbar, verweigert man ihm eine Flamme, einen zündelnden Gedanken, schwimmt vielmehr nachts und nac...
Datum: 23.03.2010 03:52 •
Größe: 1.4 MB
Jeden Tag spannt man einen neuen Film in die X-Ray-Kamera, die durch die schüchterne, störrisch gehörnte Haut nach innen blickt. Und am Abend ist nichts drauf, weil nur Sonnenlicht schien, das die Bleiplatten nicht durchdringt. Erst spätnachts verschiebt sich das Spektrum zu Wellenlängen kürzer als ...
Datum: 23.03.2010 03:45 •
Größe: 1.3 MB
Leerer Tag, abgesehen von den üblichen Arbeiten (nebellichtig irrlichtern "ückkükend"). Lilly reist nach H., zugwärts gefont - und funklöchernd abgebrochen. Gestern hatte ich ihr noch im Skype aus der "Unendlichen Geschichte" vorgelesen.
Nachts nach KN-Termin wieder an die Klaviatur im Kopf und sta...
Datum: 21.03.2010 04:34 •
Größe: 1.9 MB
Nachts nach fast 25 Jahren plötzlich wieder unbändige Lust, Musik zu machen, was zu komponieren. In alten Skizzen gewühlt. Einen basso continuo im Innenohr (das noch immer erkältungsbedingt saust). Lange im Netz gesucht nach einer Testversion von "Finale". Damit statt Worten diesen Choral gemacht. D...
Datum: 21.03.2010 00:02 •
Größe: 1.3 MB
für lilly
der nacht, noch wankend durch die dürren straßen,
wir singen liederlich ins telefon
die alten lieder, die uns sanft bestrafen
und züchtigen den damals süßen ton.
wir stellen worte züchtiger um uns
als uns gebührte, die an süßen sünden
vergingen sich in jetzt erblühter brunst,
von solchen...
Datum: 27.12.2009 03:56 •
Größe: 1.5 MB
für lilly
im weiß der landschaft bin ich schwarz,
ein traumgebor'ner widerpart
der schneeverzeihten winterfahrt,
die fee, der kobolt, der sich zart
ergab in aladinsche flasche.
ihr hals ist eng, ihr mund sich weitet,
dass naht ersinnt der nadel masche
und jetzt in zukunft sich verzeitet.
was wär?...
Datum: 24.12.2009 03:12 •
Größe: 1.3 MB
für lilly
sterne scheinen bleicher über dir.
nacht flüstert: ich liebe dich hier.
vögel singen dein lied zu mir:
träum' mich hin zum traum vom wir.
sag gute nacht und küss mich dicht,
halt mich fest und vermisse mich nicht.
ich bin blau und noch mehr bin ich allein,
träum' mich nur zu dir herein.
...
Datum: 05.12.2009 01:54 •
Größe: 4.3 MB
für lilly
dann schläfst du noch einmal mit mir vor der cam,
lässt dich bedrängen von meinen augenblicken.
ach, könnt' ich's "verweile doch" halten im shot aus cum,
selbst wenn sich fremde sprachen darin vermischen.
im pixligen fenster dein wunderlich schönstes gesicht,
wenn du nur lächelst, lippig...
Datum: 20.10.2009 00:44 •
Größe: 1.7 MB
wie die heuschrecken,
wenn sie das tun,
was wir tun:
sich häuten heute,
vielleicht gerade heute,
erwachsen
wie unsere glieder,
die in einander gelangen.
im terrarium unsere bräuche:
das singen, das tropische tun
im wald voller bäume,
die äste
um uns gewunden, wachsen
gärtner und gärtnerin
an ihrer ...
Datum: 23.09.2009 04:13 •
Größe: 3.2 MB
für lilly
dich loben über wiesen grünen klees
will ich dich, doch noch mehr auf diesen lieben.
mit dir im weichen moos des sommerschnees
der pusteblumen, die du hauchst, ach, liegen.
mich tief mit dir in duft'ge erde graben,
und schau'n zugleich nach oben, himmelwärts,
wo uns die nächte helle lich...
Datum: 07.09.2009 03:47 •
Größe: 1.6 MB
für Lilly
?Nur daß die Furcht vor etwas nach dem Tod,
Das unentdeckte Land, von des Bezirk
Kein Wandrer wiederkehrt, den Willen irrt,
Daß wir die Übel, die wir haben, lieber
Ertragen als zu unbekannten fliehn.?
(Shakespeare, Hamlet)
Dass wir auf tönern, schücht'ren Füßen wandeln,
macht uns den Weg...
Datum: 04.09.2009 02:51 •
Größe: 2.2 MB
für lilly
du kommst? du gehst. ich folge deinem schritt
als ganz beseelter, immer, immer lieber,
als dichter, der dir setzt die heil'ge schrift
in deine kästlein, botschaft als kassiber.
du weißt's, du sprichst's, wovon mir nächte schwanten,
und sendest links mir, uns'rem all. verborgen
hast du mi...
Datum: 31.08.2009 01:22 •
Größe: 1.8 MB
"donnne", so flüst're ich,
ein bisschen dumm geraucht
vom kraut aus deinem garten,
deinen blüten ausgelaubt.
"donna!", singe ich
dich an, so du erlaubst,
was ich erlaube mir zu raten,
wo du die wurzel bist.
"do not!", regt es sich zweifelnd,
nicht das liebesspiel auf schach
zu setzen, dass der kön...
Datum: 25.08.2009 02:21 •
Größe: 616.8 KB
für lilly
bis an die nagelwurzel aufgeraucht,
begrabe ich den stummel tief im sand.
gefühl vom end' - ein segelboot, das graut
mich an vom horizont, ich geh' an land.
geruch aus meeresrausch und räucherfisch
klebt frisch an meinen tastverliebten fingern.
und unterm handtuch, wo ich lieg', ein tisc...
Datum: 19.08.2009 00:27 •
Größe: 1.7 MB
keine kerzen will ich, herzen,
keinen reim auf nichts gemacht.
wie immer ist das werk
zu spät zur nacht in uhren tätig,
die keine morgenstunde kennen.
kein lustgewinn zu kämpfen, nachmittags
um fünf in federsänften
vom horizontlicht hinter häusern
nachgesonnt. in jener zeltverzögerung,
mit der der k...
Datum: 27.12.2008 05:24 •
Größe: 25 MB
dass jeder anfang so erschiene
wie ein weiterer weg auf dem wege zum ende.
dies aus der ermüdung hergebetete "der weg ist das
ziel", das umso erstrebter, als es nicht sichtbar
ist. die tunnel, an deren "ende kein licht"
scheint, seien doch die schönsten, die tiefsten,
die mit den tränen im füllhorn...
Datum: 04.12.2008 00:41 •
Größe: 2.1 MB
"wer hoffen will, muss sich misstrauen", "was ist armseliger als die ewigen aufbrüche?" - klavki
fick dich!
noch nie war ich glücklicher.
aus mir tropft das vergehen, verbrechen,
die unverantwortete liebe.
ein bild nur bist du mir, lotte,
das bild von dir aus mir
ist konstruierte sehnsucht,
allnäc...
Datum: 25.09.2008 13:23 •
Größe: 2.1 MB
"wer hoffen will, muss sich misstrauen", "was ist armseliger als die ewigen aufbrüche?" - klavki
fick dich!
noch nie war ich glücklicher.
aus mir tropft das vergehen, verbrechen,
die unverantwortete liebe.
ein bild nur bist du mir, lotte,
das bild von dir aus mir
ist konstruierte sehnsucht,
allnäc...
Datum: 25.09.2008 02:26 •
Größe: 2.3 MB
anschalten, ausschalten.
mit dem phasenprüfer den strom zum glimmen bringen.
provisorium kalter blühlampen:
schneeblind.
neonröhren,
das schatzkästlein der erinnerung
hausfreundlich entfachte bahnhöfe,
die abfahrten ohne einkünfte.
in zimmers innerstem zimmer
wird die szene filmsesshaft belichtet....
Datum: 09.04.2008 03:30 •
Größe: 8.9 MB
du sangst für mich
das lied der ekstase,
meine notizen für
deinen sopran.
du batest von mir,
was ich dir abzubitten
nie gewagt,
denn auf dieser saftigen weide.
hier nährt uns der herr
wie die lilien auf dem laken
und die vögel in der luft,
so ackerten wir vögelnd.
du warst da, wo ich war,
und auc...
Datum: 25.03.2008 02:11 •
Größe: 1.6 MB
sturm, stürmer, gestürmt,
regen, regnender, erregt.
was darf ich sagen von "feuchtgebieten"?
etwas über den nabel aus dem
sumpf an der straße,
nah der kenternden kleingärten,
in denen womöglich lustmorde sich ereigneten,
oder ein kleiner wichser am waldrand
auf sein wäschegestärktes taschentuch schr...
Datum: 01.03.2008 02:53 •
Größe: 4.3 MB
1
auf den buckeln der nacht,
die schwer schleichen, wie körbeträgerinnen
voller kartoffelkraft auf grass' kaschubischen feldern,
tastet diese blonde, die hübsche,
die mich als kundigen beschreiber
mit dem nicknecknacken des halses in ihrer schlinge begrüßt,
auf dem klavier nach miles' david:
"so w...
Datum: 15.01.2008 04:09 •
Größe: 7 MB
sanftmut, gelassenheit
und ausdauer, kraft,
statt "glaube, liebe, hoffnung"
nehm' ich, sinkend, mit in nacht.
der strich deines stiftes
mit leichtigkeit in all deiner beschwernis,
von der er auch schreibt
so sanft, gelassen,
ausdauernd und kräftig,
glaubend, liebend, hoffend.
du, mein licht,
das a...
Datum: 26.12.2007 05:34 •
Größe: 1.3 MB
Drehbuch für ein Gedicht
Schneetreiben, es wird zu früh dunkel.
Man sieht Flocken wie Sternschnuppen, Einfälle.
Inmitten, überblendet, ein Mann, der in seinen Block
Notizen rein macht. Vielleicht Abort.
Schnee auf seinen Schultern sich sammelnd,
Flocken auch auf dem Notizbuch.
Ein Fallen. Rückblen...
Datum: 07.11.2007 02:53 •
Größe: 3.3 MB
dass die stimmen gerettet werden
die sätze nachts
dass alles geschriebene
das wenige wenigstens
dass das gehörte im gedächtnis
und das eine lied
unser
an diesem und jenem tag
mit der und der musik
dass der augenblick
nicht der letzte sei
sondern fortgeschrieben
fortgeschritten
in ein heimweh
ein hei...
Datum: 06.10.2007 00:03 •
Größe: 1.5 MB
steht seit vorgestern
auf dem treppenabsatz
zwei stufen bergauf in einer vase,
verdurstend ihr wasser, nicht wein.
vor der ebbe der worte
las ich das googlegerücht,
dass der lustschrei bei der empfängnis
dem des schmerzes bei der geburt
ähnele, weil nach
neun monden ?der kleine tod?
(so nennt der fr...
Datum: 17.09.2007 01:43 •
Größe: 1016 KB
nach vier tagen wieder schmerzfrei
und nicht mehr fiebernd frage ich mich,
ob es in diesem ding da, dem
körper, der ab und an undramatisch, geradezu
lakonisch krank
wird, so etwas wie ein gedächtnis
für durchlittenes gibt, ob sich leid
(oder auch nur wehleidigkeit) kumuliert
und irgendwannmal als fa...
Datum: 17.09.2007 01:30 •
Größe: 2.6 MB
ich glaube den waschmaschinen,
dass sich der globus dreht
und um eine sonne kreist,
nicht zentrum, sondern peripherie
der galaxie. ich glaube,
dass kühlschränke meine nahrung
sachgerecht kühlen,
bevor sie mich verzehrt.
also kann ich nicht glauben, ich weiß,
woran ich glauben kann:
an das hinfallen ...
Datum: 05.09.2007 02:47 •
Größe: 1.8 MB
text: himmelgrün : ein wittgengestein
text: ?die grenzen meiner sprache bedeuten die grenzen meiner welt.? (ludwig wittgenstein)
sprecher: ein satz, den man umkehren kann und er bleibt logisch: ?die grenzen meiner welt bedeuten die grenzen meiner sprache.?
sprecher: der punkt dazwischen, ein dezi...
Datum: 01.08.2007 01:23 •
Größe: 26.6 MB
tanz den crauss in silberfolie
folianten schlag die seiten auf
und wachse über die ruinen
hinaus und tanz den crauss und wirf
den silberling am trevibrunnen
über die schulter dass er
bis nach (...kriegsherde aufzählen...)
fliegt und flieht und liebt und siebt
tanz den crauss in goldmedaille
verrücke...
Datum: 14.07.2007 02:29 •
Größe: 1.9 MB
begrüßt sei dieser morgen
mir so weh und ach,
dir dürres zu besorgen,
das mich schüchterner entfacht.
heut? ist sieben-sieben-sieben,
auf einen streich
lebendiges zu lieben
wie den froschgekrönten laich.
dass keinen sommer macht
die eine schwalbe,
dass erst im herbst die nacht
wird wieder tages halb...
Datum: 07.07.2007 05:07 •
Größe: 553.7 KB
auf unseren gräbern werden häuser
gebaut werden, in deren schlafzimmern wir
werden ausruhen dürfen, nachdem wir dort
den seltenen sex gehabt haben werden:
lieg? ich, hab? ich linderung.
erst im futur zwei leckt die hoffnung
schöne füße, dass selbst in der zukunft
gewesenes gegangen sein wird.
vor un...
Datum: 16.06.2007 01:26 •
Größe: 1.1 MB
alter mann kommt heim,
die angel längst im schrank
und am eigenen haken in den kimmen und kiemen
zuckend nächtlich das fleisch,
das schwächer ist, bekanntlich,
als die sieben geißlein
und ihr wolf.
alter mann kommt heim,
war nie weg gewesen, weshalb auch niemand
der rückkunft, des drehens des schlüs...
Datum: 12.06.2007 00:20 •
Größe: 613.4 KB
Input | oUtput | das u oder i
das ich mir als x vormache | vorsatz
der verschreibkunst | a.k.a. leben
a.k.a. S.n.D.n.R.n.R. | sex'n'drugs
'n?rock'n'roll
pickup pee
als also knochen-known as | ass | of the whole
zunge in zinnen | deinen zimmern
das korn als popo | im kino
das der kinetische papa
er...
Datum: 06.05.2007 01:50 •
Größe: 2.8 MB
detonation | implosion | kammer
flimmerkiste | flimmerhärchen | amöbel | geißel
amorph | bassetthorn | mozart, erste takte
ich hatt? einen kameraden | trauer auf büttenpapier
kursiv | rekursion, reduktion, reaktion
dekomposition
induktion vs. revolution | antidepressiva vs. stupor
nachts, schwei...
Datum: 30.04.2007 22:40 •
Größe: 1.6 MB
unterwegs in konserven netzt erinnerung:
ach, ihr frauen,
die ihr ...
... ach, diese relativsatzplätte ...
mit sanften stimmen saust,
nicht säuselt, in mein ohr,
mein herz
und das darunter,
wo ich pulsbeschleunigt lausche
euch, ihr frauen, ihr waisen,
ihr erogen verzonten auch,
wenn ihr euch reckt...
Datum: 16.04.2007 01:44 •
Größe: 1.1 MB
aus fertigteilen
der vergangenheit entsteht
die neue heimat:
als verheißung und fluch.
denn unfertig ziehe ich
in die verfertigung ein,
atem- und heimatloser
aus prinzip.
der beton fließt zwischen schießscharten
gewandelter thisbe-wand,
der mauerbau,
wo niemand eine mauer bauen wollte.
außer der ...
Datum: 30.03.2007 01:30 •
Größe: 581.4 KB
frühlingstag bitter,
unsanft die bilder,
unbehaust die blüten
im wind.
ein geruch,
der nachts nach nichts riecht,
nur vorzeitiger
verwesung,
unerfüllten,
unsanften bildern,
unbehausten schnecken
im gehäuse:
die fühler gereckt gen himmel,
nach dem wetter,
das soundso ist,
so wie wir und (schl)imme...
Datum: 17.03.2007 05:35 •
Größe: 1.8 MB
er faltet nicht die nacht,
kein papierstroh, er
folgt flügelnd bis fühlend
ihren runzligen fal[t/l]en.
er wird nicht mehr,
bevor sowas auch noch graut,
das morgen hieße ?
oder aben[d]teuer?
dass du nicht genitiefen
und nicht partizipieren sollst,
dass du dich bescheidest,
nachtgefallen in scherben...
Datum: 25.02.2007 02:15 •
Größe: 341.9 KB
Was wir sind, sind wir von links, da, wo das Herz sitzt. Es sitzt nicht, es schlägt. Und das ist sein Manko, dass es weiter macht, wo wir gar nicht mehr weiter machen, wo wir es verraten, wo wir verharren.
Verharren in der Verkapselung dessen, was Herz ist. Was ist Herz, Hirn? Herz ist, Hirn ist, g...
Datum: 03.02.2007 04:08 •
Größe: 1.9 MB
nachts gratuliere ich mir selbst, dass ich so lange durchgehalten habe (obwohl ja nichts auszuhalten gewesen war, dem ich nicht selbst die fehlerhafte ursache gewesen bin). dass die schafe noch weiden, der hirte seinen stab noch in der dem kampf (weil das so ein rot martialisches wort ist) verschrie...
Datum: 17.01.2007 02:43 •
Größe: 3.2 MB
?Öawer to Moder mutt wi alle warn, to Moder ..., to Moder ...? Dabei sieht er gar nicht dürr aus, eher zu prall für dieses Leben, fett ausgebaut die Straßen zum Staub. Vor ihm die Schlachtplatte, ein jüngstes Gericht, das Achtung verdient, vor dem man aufsteht, bevor man auf die Knie des reuigen Sün...
Datum: 19.12.2006 05:05 •
Größe: 8.7 MB
der tod ?
wäre nicht ?
denn nur ein licht.
das licht ...
wenn er des todes wär?
und machte ?ne szene dir,
er wäre tragödie hier:
geschlechtsverkehr.
wie du ihn verführst, sensefrau,
den senser aus seinem bau.
du wanderst, wie
er anders ist.
er wünscht sich dich
und wär? allein dein
verblichenes ...
Datum: 05.12.2006 03:47 •
Größe: 2.4 MB
wärest du dichter, du bliebest allein
deinem vers als gleichung der reim,
du dichtest, was flüchtiger ist als ein heim,
schriebest den fenstern die gitter noch ein.
säg sie mit eiserner feile, dem wort,
feil an ihm und erfind ihm den ort,
den buchstab? fälle und wisch ihn hinfort
von tafeln allhier...
Datum: 02.12.2006 03:14 •
Größe: 2.3 MB
so nimm denn / auf den knien vor dir / zugewandten, wissenden nicht / aber glaubenden / liebenden / hoffenden / so großen worten sich verkleinernd zugetanen / anheischigen / die hybris in jedem schritt / und die hyperbeln in hyperlinks.
als wäre / ist jede erinnerung / fotocopyandpaste / spieglei...
Datum: 20.11.2006 02:33 •
Größe: 1023.3 KB
das tägliche leben, ach weh ist?s und schüchtern verdüstertes streben.
das tägliche, nächtliche, welches sich fänge in heimat.
das tägliche, sänge es nur nicht so sehr aus verlorener nacht
dem sänger vor allem sein eigenst gesungenes lied.
es bliebe vergänglich, verstorben, noch eh? es verzogen gel...
Datum: 15.11.2006 04:29 •
Größe: 865.9 KB
schautest du zweifelnd mich an, wo ich falle ins fallen der welt,
sähest du jüngst mich, den bittenden auf deinen knien.
schüchternen, der sich an selbige schmiegt, sie zu lieben, sich hält
eben auch diesem bereit, selbst dem singen zu flieh?n.
sänkest du solchem auf selbige hin, du würdest noch st...
Datum: 14.11.2006 02:58 •
Größe: 1 MB
ich versich?re, dass alles am ende des tages in ordnung sein wird,
verwendung der messer und gabeln und löffel: dies nur in verwendetem sinn,
das wesen bestecklicher zwietracht in einiges zwirnend verbandelt,
die not also nicht aus verborgenen schachteln ins heute verwandelt.
sicher, ich weiß nicht...
Datum: 09.11.2006 22:03 •
Größe: 1.3 MB
und im zweifel
haben wir den eispickel
aus gutem grund
im schädel,
wir, die wir nicht wir
wären, denn als gespaltene,
mauergeblümte,
aschengebachte pächter
verkäuflicher schollen,
die nackten sohlen im sand
statt auf dem pflaster
über der wunde,
die heißt stirn.
die heißt bieten,
die heißt: fau...
Datum: 03.11.2006 04:27 •
Größe: 436.8 KB
Datum: 03.11.2006 04:11 •
Größe: 54.1 KB
der dschungel der metropole
trifft auf den urwald des ichs.
das blatt fällt, blutig errötend,
nicht weit von seinem stamm.
wir singen, wie wir liebten,
wir dichten, was wir betörten,
als immer noch sein. wir sind
virtuelle vexierer,
wichser, sucker am schaft
mit der hand, die eben noch (sch)rieb,
...
Datum: 31.10.2006 00:04 •
Größe: 930.6 KB
... zu sein,
statt zu fragen, fühlen,
statt zu wissen,
schon.
was ist,
ist nicht,
wird erstmal
noch sein.
allgemeinparadeplätze
der sieger, die
die verlierer sind,
weil die letzten,
die ersten
und biblisch und so weiter.
irgendwo da
finden wir uns
wieder, letztere und erste,
das sein sinnlichend...
Datum: 29.10.2006 03:40 •
Größe: 521.5 KB
der blätterfall jetzt sichtbar,
hörbar das pochen meines herzens
darin, ein rhythmus des vergehens
und weitergehens, wohin,
ich weiß noch nicht,
und weiße wissend mich als clown
mit rosa nase, rot mein lippenstift,
blass wie blätter des darauf geschriebenen.
an der baustelle baggern sie
die erde a...
Datum: 27.10.2006 01:58 •
Größe: 1.2 MB
wie ikarus als phönix
die aschenen flügel spreizte,
so sollen wir sein:
flügellos fliehende.
immerhin ist es die sonne,
die ikarus stürzen ließ,
das wachs(tum) seiner knieenden kerze
schmolz im feuer.
am rande der welt
ist der schlamm
nur ein geologisches phänomen,
ein amorphes des seins,
das auf...
Datum: 24.10.2006 01:39 •
Größe: 636.3 KB
das herz muss nach außen,
es müsste pumpe sein ins hier,
nicht nur jetzt da draußen,
wo es innen ist bloß ein gespür.
es muss pochen, sagst du, wie es
jetzt schon zwischen zwei zeilen
die zwetschge ist, ein virus
und der wurm drin, mit pfeilen,
die müssen aus dem köcher,
ihrer sendung bewusst,
hie...
Datum: 22.10.2006 04:10 •
Größe: 721 KB
als würden an diesen immer wieder gegangenen wegen
gefühle wie abgerissene plakate kleben,
geh? ich an allen tagen
durch selbige straßen.
als schriebe sich jahreszeit ihnen
als déjà-vu ein ins unabänderliche innen,
nach außen gekehrt in alle alleen,
wo jetzt die blätter wehen
wie früher schon als ...
Datum: 21.10.2006 00:39 •
Größe: 511.5 KB
13
verzeih den versen
ihren strom ins
nirgendster als nichts,
dem fluss die breite,
über die die königskinder
dem märchen nicht entspringen,
nur um ihr leben schwimmen
und verschwinden
im schluchzen
zwischen zeilen.
begründe nichts,
wo wir so grundlos
gründen unser haus
auf abgründen: zu viel
?gru...
Datum: 15.10.2006 02:38 •
Größe: 1.5 MB
12
weich, dieser herbst, weich,
fällt mir einfältig
dies einfache wort ein:
die edle einfalt und
stille xxl-größe der wuchernden
hagebutten im unterhölzigen
gesträuch neben gestrauchelten,
die an der kirchenmauer (gegenüber)
ihren abermals abendmahlswein
verkannten vergessens trinken.
weich, diese...
Datum: 14.10.2006 01:33 •
Größe: 865.8 KB
10
im hof tanzen die kinder
himmel und hölle.
kaum einen steinwurf
von der knospe
fault schon die frucht
sich aufbäumend
vom ast zur erde,
kastanieneisprung,
das eisen in
den hainen.
denn die widersprüche
sind die hoffnungen, brecht
den kommenden stürmen,
lebendiges fürchtende,
euer rad, auf das i...
Datum: 05.10.2006 01:55 •
Größe: 16.6 MB
8
neulich mal wieder
existenzialismus gesoffen:
geworfen sein
als zerwürfnis
von seele und projektilen
und klang und
krank und
zerwühlt die haare
im geküssten kissen
nicht erst am morgen.
die lippen am finger
des abzugs, die
mündung im mund,
verdunklung im schlund
des gewürmten gewürges
an allem, ...
Datum: 27.09.2006 00:51 •
Größe: 10.7 MB
1
verschwisterte momente,
gleichzeitigkeit,
raumversessene in
den löchern
aus nacht.
letzter moment vor
dem davor,
eine danachmaschine,
ein leuchtwerk
aus nichts.
das sind die gedankentürme,
die himmelwachsen
wie der herbst
aus einem morgen
vor dem gestern,
verziehen, verspielt,
voran gehend
wie p...
Datum: 15.09.2006 11:50 •
Größe: 12.3 MB
lese in der zeitung heute nach,
was ich ihr vorgestern voraus eilend einbeschrieb,
und denke nachts übertäglicht:
ach ja, so geht das ...
dass der text mein hirte ist,
dass ich seinen generalstäben trauen darf.
und friedlich weiden. und bin mit mir eins,
dass auch kritik kunst ist.
auch kunst, wen...
Datum: 08.09.2006 01:21 •
Größe: 599.9 KB
||: vom kommen und gehen des nusslichts | tief in die verschalung | geschälte kartoffeln | geschälte kartoffeln || eine wucht in tüten | ein kurvenkaspers hausierer | etwas bauchlädnerisches || das schreiben ist ein bericht vom schreiben | schwerelos zweihäusig | schwertlos reihenhäusig || das weihe...
Datum: 06.09.2006 00:34 •
Größe: 1.5 MB
wachet auf! ruft uns nicht die stimme des sonntagsglöckners vom notre waisenhof um 10, sondern noch morgengrauender weit davor das fletschen des fensters, wenn es zahnlos ins schloss fällt oder weht. plötzliche stille. wiederaufergehen im zuletzt veranstalteten traum: wachet auf! singt es darin, ruf...
Datum: 04.09.2006 01:38 •
Größe: 3.6 MB
rock?n?roll ist,
wenn du trotzdem aufstampfst,
wenn auch trotziges kind
immer noch.
rock?n?roll ist,
wenn du saiten schlägst,
wenn du auch nicht
gitarre spielen kannst.
rock?n?roll ist,
wenn du das wenn auch
wenn schon doch nicht
auf gitarren verdampfst.
Datum: 31.08.2006 01:35 •
Größe: 843.5 KB
schwarzer vogel, der du mich begleitest,
toter sang in meinen tiefen gräben,
es wäre nurmehr der, den du geleitest
und sängest ihm dies lied verlustes wegen.
lebendig ist der tod, der mich berückte,
und hell ist nacht am düst?ren kuss, gelipptem.
was mich dem dasein immer noch verzückte,
wär? nur g...
Datum: 26.08.2006 03:26 •
Größe: 16.2 MB
schwarzer vogel, der du mich begleitest,
toter sang in meinen tiefen gräben,
es wäre nurmehr der, den du geleitest
und sängest ihm dies lied verlustes wegen.
lebendig ist der tod, der mich berückte,
und hell ist nacht am düst?ren kuss, gelipptem.
was mich dem dasein immer noch verzückte,
wär? nur g...
Datum: 26.08.2006 03:24 •
Größe: 34.6 KB
und der regen
fällt die bäume
wie ein weiteres
gedicht.
und die schafe
legen sich die wiesen
zurecht als
graues bett.
und die blüten
brüten eier
aus, die erste
nebelfrucht.
und der sommer
schweigt von weit
vom schweigen
solcher weiten.
Datum: 25.08.2006 23:53 •
Größe: 272 KB
denn wir sind alle GOttes
und also uns?re hand.
und fest, genau so deutet
des tintens flecken an der wand:
als anno und auch dazumal,
als jetzt und nochmal nimmer ...
kein nachwort, das so wahr,
vermietet uns ein zimmer.
wir gehen aus,
wir gehen ein,
wir fühl?n uns aus
und sind doch sein.
wir züc...
Datum: 25.08.2006 00:16 •
Größe: 631.1 KB
der weinbesprenkte dichter
stiehlt sich heim
zur liebsten kopf-
geschüttelten,
ergreift die hand,
die er dem vater ihrer
abgeborgt einstmals
nicht mal.
ein zettelträumer, der
der milch nach ihrem rahmen geht,
die brust in tüten,
herz rot-weiß.
die schwere sahne
in des tintgefüllten füllers
feder ...
Datum: 19.08.2006 01:17 •
Größe: 516.6 KB
äßen wir astern,
kippten die kähne
unserer schwanengesangsstaue
da aus, wo es keine gibt, wo
keine aster äschert,
nur das tangpflanzende
der meerschaumpfeifen
seebadbäriger kapitäne,
die wir anfeuchten
wie klabautermännlein
elmsfeuernd tun,
die mastspritzen gereckt,
wären wir nicht sitzende
am ba...
Datum: 18.08.2006 00:34 •
Größe: 501.6 KB
unter den himmeln
ist die irdene verdunklung.
nicht dass ich letzterer
das wort reden wollte,
ich dichte es ihr an
als wolkenloser,
nein, -schwerer
und händler derselben
im aldi der lidllichen reime,
die ich also vermeide,
wenn ich meine
mich ? nein, vermine.
wenn ich also vermiede,
zu schnell zum...
Datum: 12.08.2006 02:23 •
Größe: 850.8 KB
gottfried benn: kleine aster
Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.
Als ich von der Brust aus
unter der Haut
mit einem langen Messer
Zunge und Gaumen herausschnitt,
muss ich sie angestoßen haben, denn sie ...
Datum: 10.08.2006 00:02 •
Größe: 496.5 KB
am dürren dürsten ist am allerschönsten,
dass es noch nicht und nimmer ist zu stillen.
das ist es, was asketen und entwöhnten
wär? jenseits lust darin der himmlisch? willen.
die wasser fließen und der regen fällt.
das trocknen zu begießen und die welt,
wär? schüchterner als immer noch begehren,
dem...
Datum: 05.08.2006 01:06 •
Größe: 631.1 KB
wer ist dem land der schlächter eingeboren,
dem, das euch schlimmste leiden zugefügt,
der wäre einer dieser weisen toren,
der israel mit jedem rat belügt.
und dennoch, wie ihr jetzt die dörfer bombt,
von denen aus die angst euch irre leitet,
in die ihr brudermordend grausam kommt,
wird nicht beende...
Datum: 30.07.2006 19:01 •
Größe: 546.4 KB
das schüttere, das dürre,
die hoffnung, nicht die pracht,
das unkraut, nicht die myrrhe,
und was geweint, doch nicht gelacht.
die hütten, nicht paläste,
der flüchtling, nicht das haus,
nach mitternacht die feste
und statt des glücks der graus.
das schwarze, nicht das weiße,
der bräutigam und nicht...
Datum: 24.07.2006 00:08 •
Größe: 865.8 KB
vergessen, der letzte
sommer, die lilien
auf dem felde,
die vögel in der luft.
nicht säen, nur ernten
das seidige jetzt!
den alten herrn
ernähren sie doch.
durch die nacht am quai
vergessener abschiede
singt eine soulsängerin
ihre tunes, wir erinnern
die houston, die franklin
und sind die benjami...
Datum: 17.07.2006 22:59 •
Größe: 786 KB
sich regen
im regnen
der region
aus nacht.
nur ein paar tropfen
aus den tränen,
vom hopfen
angefacht.
nur ein lächeln
dieser nacht
aus sommerseid?gem,
wie du es breitest
über mund
und aug?
an auen
mir im rund
der unverzichteten
antastbarkeit.
auf dem balkon
ist keine linderung,
noch früh
das th...
Datum: 07.07.2006 03:07 •
Größe: 1.2 MB
sonne, mond und steine
der mond über soso ...,
still scheint sein raunen,
den honigmund zum staunen
geschürzt errötend loh
zwischen zweiges hainen
roter hagebutten,
die säuseln mit den putten
das sommerlied aus steinen.
die nacht will gar nicht kommen,
der mond verharrt am horizont
als hätt? er...
Datum: 05.07.2006 01:17 •
Größe: 26.2 KB
?ströme reißen
mich nur mit,
keiner bin ich?,
schrieb ich einst selbdritt
mit mir und mir allein als bit,
nicht bytes, den weißen,
finster jeder tritt
in mein nicht nur mich.
ein rinnsal sein
fernab vom strom,
noch besser dessen quelle
eines home sweet home
in splendid einzelzelle
und allein, all...
Datum: 23.06.2006 01:07 •
Größe: 1 MB
und die nacht,
das leise schleichen
dessen, der die wacht
gepachtet von den leichen.
und der tag,
die stund? danach,
ein etwas, das ich wag?
und trau?re nicht, doch sprach
wie eben beides
zählte mir die stund?
um stunde, die des leibes,
leis? aus meinem mund.
und die nacht,
die naht
im schacht,
d...
Datum: 13.06.2006 02:28 •
Größe: 3.6 MB
ein versuch,
?das geht so nicht?,
weil es genau so
geht:
auf dem bürgersteig
der straße
zur kasse:
wir bezahlen täglich
mit unserem leben.
mit unserem weben,
mit unserem ...
mit
dem versuch,
der versuchung
insofern zu widerstehen,
als dass wir wiedererstehen
lassen ...
das wort, steht jetzt so a...
Datum: 07.06.2006 01:34 •
Größe: 7 MB
der dichter spricht,
er schreibt nicht,
er schweigt ...
rückwärts.
vorwärts
ist rückwärts,
denn dass am anfang
das wort war, ist keine verheißung.
es ist nur
die stimme, die eine
unter vielen, die verfielen,
dem baby babylon.
?ja, ich weiß,
woher ich stamme?:
aus dem schweigen
?in die ordnung der...
Datum: 03.06.2006 01:42 •
Größe: 10.7 MB
wie die lilien
just like lillies
erblüh?n
am bloom?s day
durch die stadt
und ihre straßen,
wie die lieb? zergiebelt,
ach, floralanal.
wie die lilien,
don?t like lillies,
verwelken
auf den gräbern
einer stadt
und ihrer strafen,
blutzergrübelt
kollossal.
wie die lilien ?
won?t you, lilly?
mary had...
Datum: 25.05.2006 01:24 •
Größe: 729.4 KB
john dowland ...
come again:
sweet love doth now invite,
thy graces that refrain,
to do me due delight,
to see, to hear, to touch, to kiss, to die
with thee again in sweetest sympathy.
come again:
that i may cease to mourn,
through thy unkind disdain:
for now left and forlorn,
i sit, i sigh, i wee...
Datum: 18.05.2006 03:53 •
Größe: 2.2 MB
Leda & the swan debütierten in der Schaubude.
Kiel ? ?Und warum heißt ihr ausgerechnet Leda & the swan?? Henrik Drüner, Keyboarder von Kiels jüngster Combo, weiß es nicht: ?Da musst du Hase fragen.? Aber Jan ?Hase? Mielke ölt gerade jägermeisternd sein markantes Sing-Organ, das sowohl etwas von Elv...
Datum: 12.05.2006 02:38 •
Größe: 5.1 MB
blaue bänder
durch die lüfte
und so weiter ...
und ein kerl
steht achtern
an den rudern
durch die nächte
wie ein knecht.
blaue ränder
um die augen,
denen brille
rosa schönes
aug? gemacht:
das ist der erste
rote mai, heraus
dazu ein letztes mal!
laue länger,
achte nicht
den lala-lärm,
erinn?re dich...
Datum: 01.05.2006 00:31 •
Größe: 861.2 KB
in
innen drin
deiner wunde
bin ich
die ausweitung der freude
und hasch
außen drum
aus
zucker
der zuckung
auf lebenszeit
verzichtet auf undsoweiter
an ihren fürchten
sollt ihr sie
erkennen
angst
heil
und butt
der heilung
denn die heiligen
sind die die man nicht kennt
und wären satt und
ertrunken
in...
Datum: 27.04.2006 23:56 •
Größe: 641.8 KB
such mich mit dem mikroskop
und mit dem teleskop,
bin mir nah und fern
- zu gern -
als misanthrop.
will wissen, wer ich war,
und bin mir auf der spur
der schafe und der schar.
und bin doch nicht, weil nur
?nichts niemand nirgends nie?
and not for me
schlägt mir das herz
in meiner ausgespannten brust...
Datum: 26.04.2006 00:15 •
Größe: 11.6 MB
blogster, napster und der podster,
wir sind vernetzte, bis wir spinnen,
ob nicht auch kafka, gott und oster
ins kreuzverirrte k.dot.com verrinnen.
wir waren die, die mit bananen
als verbogenes begrüßungsgelb,
das anno dazumal versandten den schamanen,
die uns replyten das verwüstungsgeld.
solch? l...
Datum: 16.04.2006 02:56 •
Größe: 1.9 MB
Mike Godyla und sein Dottore klampften liederlich in der Schaubude.
Kiel ? Schaubude, 22 Uhr 15, gähnende Leere. Mike Godyla greift dennoch zum Gitarren-Bass und Kollege Stefan Janzik, genannt ?der Doktor? oder auch zärtlicher ?Dottore?, zur Akustischen. Denn dass Kiel nicht gerockt werden will, kü...
Datum: 12.04.2006 02:17 •
Größe: 5.3 MB
(musik: j.s.bach (wohltemperiertes clavier, praeludium vi, d.moll), text: ögyr)
kalter, silber.grauer trommel.hammer,
klopfst mit mono.chronem jammer
an des kopfes blut.gebleichte
seelen.lose, sonst getroste
scherz.beleichte denker.stirn.
das pendel jagt sekunden
durch des schädel.daches schirm.
s...
Datum: 11.04.2006 23:06 •
Größe: 1.5 MB
von dem vögeln
ist zu vermelden,
dass den bälgen
zum blasen falsch
der kasus steht
nach balz
dativisch und nicht akku-sa-tief
gefistet und gelistet schief,
wenn von den vögeln
singt?s vom vögeln,
vom nest
und der beschmutzung,
wenn der rest
sinkt nach benutzung
so matt und auch beflissen
in seine ki...
Datum: 11.04.2006 22:39 •
Größe: 507.4 KB
es war einmal, als auf der seite lag mein prachtbettchen. so auf der seite wie ein kenterndes schiffchen, mit einander tröstenden matrosen an deck, die nach haltbar strohgehalmtem greifen, wenn den glühdirnen im kesselraum das licht ausgeht, weil sie sich heimlich mit einem torpedo statt einer turbi...
Datum: 11.04.2006 22:31 •
Größe: 2.5 MB
ein frühes flöten aus dem ersten schein
am nachmittag aus licht, zitronen blüh?n
am dörrfleisch, das der winter weißte, rein
wie engel, die sich aus den knospen müh?n
als übende auf ihren leisen lyren
im probenraum des möglichen im sein.
du siehst es nicht und hörst es nicht, nur spüren
kannst du?s...
Datum: 11.04.2006 20:02 •
Größe: 1.2 MB
drinnen die kartoffel,
das kraut und die zitrone,
die zutat für?s gehoffe
auf erdbeer und zabaione.
draußen der wald
der bunten blätter,
sehnend, dass bald
verwechsle unser wetter.
draußen und drinnen,
der fisch in der pfanne,
würd? er erschwimmen,
was ich mir verbanne?
drinnen und draußen,
das k...
Datum: 11.04.2006 19:44 •
Größe: 6.6 MB