Beschreibung
Auch wenn man auf den ersten Blick hinter dem Namen “Das Bondageprojekt” Anzügliches vermuten mag: Es handelt sich dabei um einen Podcast, in welchem allwöchentlich Ausgewähltes aus dem großen Kanon der deutschsprachigen Lyrik rezitiert wird – wer also auf Explicit Lyrics hoffte, den müssen wir zum Teil enttäuschen.
Wir - der Autor und Schauspieler Trevor X, sowie der Musiker und Tontechniker Anselm Venezian Nehls - haben uns für dieses Projekt zusammengetan, um das Kulturgut Gedicht für die Web2.0-Generation zugänglich zu machen. Dies ist natürlich nicht nur eine Frage des Mediums; in erster Hinsicht wollen wir die Gedichte selbst von ihrer teils jahrhundertealten Patina befreien und unser Publikum überraschen, wie viel Leben noch in den alten Zeilen stecken kann.
Unsere Arbeitsweise ist daher eher unorthodox: Anstatt in bildungsbürgerlicher Ehrfucht vor dem geschriebenen Wort zu erstarren, geben wir den Texten im Tonstudio unsere persönliche Note und Interpretation mit auf den Weg. Wir haben keine Scheu davor, Abläufe und Kulissen mit den Mitteln des Hörspiels zu verdeutlichen oder den emotionalen Gehalt eines Gedichtes durch entsprechende musikalische Untermalung zu verstärken.
Wir freuen uns, wenn wir auf diese Weise Anregungen zum selber- oder wiederlesen geben, das eine oder andere Gedicht aus dem Deutschunterricht in neuem Licht erscheinen lassen – oder einfach für ein paar Minuten gute Unterhaltung auf dem Weg zur Arbeit sorgen.
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…ist da überhaupt noch wer?
Die konstanten Besucherzahlen trotz ausbleibender Posts überraschen uns.
Also, Zeit für was Neues!
Datum: 24.09.2008 18:57 •
Größe: 2.6 MB
…mit einem Lebenszeichen aus dem Schnür-und-Schnabel-Studio. Für alle, die sich fragen, was zwischen London und Berlin so passieren kann.
Datum: 24.03.2008 19:02 •
Größe: 3.5 MB
Auch das Schöne muß sterben! - Einmal mehr geht es beim Bondageprojekt um Vergänglichkeit, den Longseller des globalen Gedankenmarktes. Denn wie schon angekündigt, hatten auch wir mit Schwund und Abschied zu kämpfen …
Datum: 12.11.2007 20:01 •
Größe: 2.3 MB
Endlich 18! Das Bondageprojekt ist erwachsen und darf mit Frauen spielen! Ja, und weil die Liebe zur Lederfesselei über alle Staatsgrenzen reicht, haben wir uns eine südliche Stimmschönheit eingeladen, uns von ihrem Heimatland zu erzählen …
Datum: 31.08.2007 18:15 •
Größe: 2.8 MB
Diesmal: eine Scholl-Latoureske aus dem 19. Jahrhundert: Theodor Fontane schildert uns nämlich das alltägliche Elend kolonialistischer Bemühungen am Hindukusch, ein allzu vertrautes Tagesthema …
Datum: 03.08.2007 16:55 •
Größe: 7.2 MB
…stellt der Dichter mahnend fest. Aber stimmt das denn: Daß wir nicht dorthin gehen werden? Und warum überhaupt? Stefan George, der wandelnde Glacéhandschuh, informiert …
Datum: 12.07.2007 18:35 •
Größe: 2.8 MB
So ein eigenartiges Gedicht! Mal wirken seine Verse wie klobige Standortbeschreibungen, mal wie aus der Luft in den Mund gesegelte Herzwahrheiten; mal sind sie einem ganz nahes Gespräch, mal nur spröde Belehrung. Und doch …
Datum: 02.07.2007 22:02 •
Größe: 3.5 MB
Rainer und die Irren - eine lange Geschichte!
Denn immer wieder faszinieren den schwachbrüstigen Schlenderer diese schrägen Gestalten samt ihrem verstörenden und vermeintlich verstörten Wesen. …
Datum: 19.06.2007 14:13 •
Größe: 2.2 MB
Für alle Sommerpaare und Juniknutscher gibt es eines der schönsten und berühmtesten Liebesgedichte aller Zeiten und aller Welten zum Weiterkuscheln oder Neuvergucken! Sperrt also Herz und Ohren auf!
Datum: 11.06.2007 00:04 •
Größe: 1.9 MB
Zeit für Protest und Stimmung!
Die erste Welt ist zu Gast bei Freunden again und auch die Schnürtifosi aus der südlichsten deutschen Hauptstadt der Welt konnten die Weltverbesserer-Klampfe nicht im Schrank liegen lassen! Unser Statement zu Arbeit und Alkoholismus -
Datum: 03.06.2007 12:54 •
Größe: 1.9 MB
Drei Wochen faule Haut sind auch für den härtesten Bondage-Fan genug: Neue Folge, neues Glück! Goethes “Schatzgräber” ist ein Faustinho, ein Beschwörer und Mehr-woller, der für sein bürgerliches Glück sogar höhere Mächte bezwingen will …
Datum: 25.05.2007 10:13 •
Größe: 10.1 MB
Und noch ein Novize: Denn nach letztwöchigem lyrischen Orchester, geht es beim Bondageprojekt diesmal beschaulich zu. Zum Fesselspiel ist erstmalig eingeladen die Koryphäe für schlesische Jenseitsliebe: Andreas Gryphius! - mit einem seiner scheppernden Hits.
Datum: 06.05.2007 12:30 •
Größe: 5.9 MB
Kalenderwoche Nummer 17 - Auf der Bühne des Bondageprojekts begrüßen wir zum ersten Mal: Friedrich Hölderlin, den Pseudo-Jakobiner, mit einem seiner Manifeste der Unverstandenen, hier: eines jungen Menschen kurz vor dem Eintritt in seine ökologische Nische.
Datum: 29.04.2007 13:32 •
Größe: 10.8 MB
Diesmal haben wir was ganz besonderes:
Erstens gibt es heute kein Gedicht.
Zweitens geht es dabei um kaputte Katzen.
Und drittens wußten wir bei Redaktionsschluß immer noch nicht, wie der Text gemeint ist.
Trotzdem wünscht das Bondageprojekt viel Spaß …
Datum: 23.04.2007 10:33 •
Größe: 6 MB
Ganz verschlankt und abgespeckt as hell kehrt das Bondageprojekt aus den Fastentagen wieder.
Endlich diese Woche: Rainer Maria Rilke! Und kein kapriziöses Dinggedicht haben wir uns ausgesucht, sondern eines seiner feinstgefertigten und wohl auch bekanntesten Sonette…
Datum: 14.04.2007 11:02 •
Größe: 4.2 MB
Auch an Ostern wird gebondaged! - Und zum Eierfest haben wir uns was Feines ausgedacht: Weil doch die säkularisierte Welt in gottlose Hasen und fromme Lämmer zerfällt, gibt es vom politisch korrekten Lyrikpodcast für beide Lager was auf die Löffel!
Frohes Fest wünscht das Bondageprojekt …
Datum: 06.04.2007 11:51 •
Größe: 8.4 MB
Ohne viel vorweg zu nehmen: Dieses Gedicht ist eine Säule jedes Gedichtkanons. Ein Meisterstück, und unvergessen von denen, die es einmal ins Herz geschlossen haben. Mehr schöne Gottverlassenheit als Trakl sie uns fühlen läßt, kann nirgendwo sein. …
Datum: 30.03.2007 01:10 •
Größe: 8.5 MB
In dieser Folge dreht es sich um: Sex und/oder Liebe, den Bettler als König, Vaterpflichten, Mumien und Sphinxe, Nil und Donau, eine Geschichte von Klassenkämpfen; und um die Dummheit. Ein Spitzbubenstück von Herrn Heinrich H.
Datum: 23.03.2007 12:02 •
Größe: 11.7 MB
Wie, Kafka? Der hat doch nie ein Gedicht geschrieben!
Mag vielleicht sein, daß Kafka ein Prosastar ist - seine Attitüde hingegen ist doch eine wirklich lyrische. Seine sprachspielende Kunst der Verdichtung und Verstellung, den Stelzen, auf denen Gedichte gehen, zeigt er eindrucksvoll in diesem Klein...
Datum: 15.03.2007 22:09 •
Größe: 8.3 MB
Der meist unterschätzte lyrische Kauz tischt uns hier ein Doppelgedicht auf, das vor allem im ersten Teil mit allem glänzt, was die moderne Lyrik so aufbieten kann. Und nicht nur deshalb tritt Ringelnatz hier so “früh” schon, in Folge 2 auf - ein Wort in eigener Sache . . .
Datum: 08.03.2007 21:18 •
Größe: 4.6 MB
Einsamer nie als in diesem Gedicht, hat je eine Berufsbezeichnung Goethes geklungen. Es sind beschauliche Schäferverse, mit denen G. hier aufwartet, und aus denen er die schwarzen Sätze eines Verlassenen schießen läßt.
Datum: 28.02.2007 19:29 •
Größe: 2.3 MB